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Lola

Lola ist eine Dalmihündin, die  von einer Frau auf der Strasse gefunden wurde. Die Frau nahm Lola mit in ihren Schrebergarten und fütterte sie dort mit Reis, dafür sollte sie aufpassen. Nun war die Gartensaison beendet und Lola musste weg.

Für eine bessere Ansicht der Bilder, bitte auf das jeweilige Foto klicken

Name: Lola

Rasse: Dalmatiner

Geschlecht: Hündin, unkastriert

Alter: +- 6 Jahre

Herkunft: In Polen aus schlechter Haltung herausgeholt

Momentaner Aufenthaltsort: Pflegestelle in München

Wunschzuhause: Lola möchte Einzelhund bei aufmerksamen, geduldigen, ruhigen Menschen sein, die ihr Sicherheit geben und für sie ein Fels in der Brandung sind. In ihrem neuen Zuhause sollten keine Kinder und keine anderen Tiere leben. Lola ist sehr genügsam, hat nicht den für Dalmatiner typischen grossen Bewegungsdrang, ist aber kein Hund für Spaziergänge mit 20 anderen Hunden oder Spaziergänge in der Großstadt! Lola kann einige Stunden alleine bleiben.

Besonderes: Wenn Lolas neue Menschen aus Bayern kommen, würde Marita gerne Hilfestellung leisten und Lolas Menschen zeigen, wie sie ihr die nötige Sicherheit geben.

09.08.2016

Simone hat uns eine erste Einschätzung von Lola geschickt, sie schreibt:

„Lola hat sich innerhalb von 48 Stunden hier komplett eingelebt. Sie vertraut mir und verhält sich auch sonst zum Menschen wie jeder normale Hund.

Ich muss sagen, von den anfänglichen Schwierigkeiten nachdem Lola aus Polen kam, ist kaum noch etwas zu merken. Marita hat tolle Arbeit geleistet. Lola zeigt sich hier zu allen Menschen sehr freundlich.

Beim Gassigehen ist sie nur die ersten Minuten aufgeregt , danach läuft sie schon toll an der Leine.

Hundebegegnungen waren am Anfang etwas hektisch. Ich habe angefangen mit ihr Futtersuchspiele zu machen, dies klappt super und sie beachtet andere Hunde dann gar nicht mehr. Direkter Kontakt zu Hunden ist noch sehr ausbaufähig. Lola versteht die Körpersprache anderer Hunde nicht. Aber sie lernt und will weiter kommen. Wir haben sie mit Leberwurst schnell an den Maulkorb gewöhnt, so dass sie hier schon mehrmals am Tag frei mit meinen Hunden laufen kann. Dies klappt noch nicht komplett ohne Zwischenfälle. Aber sie macht immer mehr nur Scheinattacken und reagiert immer besser auf den Abruf. Ich hoffe, dass sie sich da noch weiter entwickeln wird. Aber auch wenn sie nie richtig verträglich mit Hunden sein wird, ist dies im Alltag ohne Probleme zu bewältigen. Da sie Hunde sehr gut ignorieren kann.

Zu Hause ist sie sehr brav. Macht nichts kaputt und bellt fast nie.

Mein persönliches Urteil ist, dass Lola dringend einen passenden Platz braucht,  wo sie Einzelhund sein darf. Sie muss am Geschehen teilhaben können um sich weiter entwickeln zu können. Da Marita, so wie ich auch, mehrere Hunde haben sind wir nur bedingt in der Lage, weiter auf Lola einzugehen.

Als Einzelhund ist sie fast wie jeder andere Hund auch. Sie liebt ihre Menschen und lernt wahnsinnig schnell. Sie will lernen und alles richtig machen. Sie hat nur zwei Tage gebraucht, um sich beim Gassi an mir zu orientieren.

Ich hoffe es gibt jemand da draussen, der ihr bald eine Chance gibt um nach 6 Jahren Zwinger, ohne jeglichen Sozialkontakt, nun ein normales Hunde leben führen zu können.

Kinder ab etwa 6 Jahren toleriert sie und geht auch mal hin, um sich streicheln zu lassen. Man sollte natürlich akzeptieren, wenn Lola genug hat und sich entfernt.

Auch wenn Lola nicht im Tierheim sitzt, ist sie für mich ein Notfall. Denn sie braucht dringend einen Platz, wo sie den Rest vom Leben kennen lernen darf. Wo sie sehr viel Vertrauen und Ruhe bekommt, ohne Hunde im Haushalt  und wo man die Zeit hat, an ihrer Unsicherheit weiter zu arbeiten.

Es gibt auch Notfälle, die vielleicht schon ,gerettet‘ sind, aber die Psyche kann nur ein passendes Heim reparieren.“

 

08.08.2016

Lola macht Sommerurlaub :-)
Da wie jedes Jahr nun im August Maritas großer Frankreichurlaub anstand, haben wir überlegt was die beste Lösung für Lola ist. Da Lola nicht mit in den Urlaub fahren kann, haben wir bei unserer Simone in Dresden angeklopft und gefragt, ob Lola vielleicht die nächsten Wochen bei ihr verbringen darf. Simone hat sofort zugesagt und so ist Lola am letzten Wochenende zu Simone umgezogen. Großes Dankeschön hierfür an Simone :-)
Dank Maritas toller Vorarbeit ist Lola inzwischen schon ein ganz anderer Hund geworden und Simone war positiv überrascht von der Maus. :-)
Simone wird jetzt weiter mit Lola arbeiten und vor allem versuchen, sie mit ihren eigenen Hunden so zusammenzuführen, dass Lola lernt, entspannt mit einem Zweithund zusammenzuleben. Das wird auch für ihr Leben im neuen Zuhause wichtig sein.
Lola lebt also nun vorerst in Dresden bei Simone auf PS und startet weiterhin durch in ihr neues Leben. Wir werden weiter berichten wie sich Lola in Dresden einlebt. :-)
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15.07.2016

Lola erzählt aus ihrem Leben:

06.07.2016

Von Marita und Lola haben wir Post aus München bekommen. :-)

Lola hat von ihrer Patentante Bianca ein tolles Paket erhalten und Marita hat sie beim „Auspacken“ fotografiert. Marita schreibt:

„Anbei die Fotos von dem tollen Fresspaket, das Lola von Bianca bekommen hat. Sie hat auch richtig fleißig beim Auspacken geholfen, die Klebefolie höchstpersönlich weggezogen und war dann sehr neugierig, was da alles für sie drin ist.

Als erstes hat sie das Schaf entdeckt, das war dann auch schneller weg als ich fotografieren konnte, bis……..ja bis sie das erste Mal drauf gebissen hat und – oh Gott – vor Schreck wirklich erstarrt ist, denn es hat gequietscht! Drei  Sekunden Schreckstarre, dann ein erneuter Versuch und wieder….ja,  es quietschte schon wieder. Blitzschneller Stellungswechsel, Schafhals zwischen die noch vorhandenen Backenzähne und ruck zuck köpfen,………….. wenn da nicht die Spaßverderberin von Pflegefrauchen superblitzschnell dazwischen wäre und das Schaf gerettet hätte. Dabei zeigte sich Lola soooo tapfer und war bereit, den Kampf mit diesem gefährlichen  Quietschewesen aufzunehmen. 😉

‚Na gut, dann lassen wir es leben und quietschen‘ dachte Lola, aber da war ja noch viel mehr in diesem Paket von Bianca! Lola überlegte, ob sie die tollen Dinge wohl alle gleich auffressen sollte!  Nur gut, dass sie sich beim Aufreißen von Verpackungen (Kissen ausgenommen) dann doch eher schüchtern zeigt und das lieber mir überlässt. So konnte ich, nachdem ich ihr hoch und heilig versprochen hatte, dass all die guten Sachen nur für sie sind, diese erstmal in den Keller in Sicherheit bringen. Vorfreude ist bekanntlich ja die schönste Freude! 😉 „

Lola sucht noch immer ihr Enzuhause!!!! Marita wird natürlich die neuen Besitzer mit Rat und Tat begleiten, daher wäre es superschön, wenn sich ein Zuhause für Lola in Bayern finden lassen würde!!!

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17.05.2016

Von Marita haben wir neue Fotos von Lola und eine Beschreibung bekommen,  die helfen soll, die richtigen Menschen für Lola zu finden.

Da Lola sich so prima entwickelt hat, ist es nun auch an der Zeit, dass sie ihr eigenes Zuhause findet!!! Das Schönste wäre natürlich, wenn Lolas neue Menschen in Bayern leben würden, denn dann würde Marita Lolas weiteren Weg im neuen Zuhause gerne begleiten und ihren Menschen zur Seite stehen.

Wir wünschen uns wirklich sehr, dass Lola ihre Menschen findet, denn gerade ein Hund mit ihrer Vorgeschichte hat es verdient, ein tolles Zuhause mit eigenen Menschen zu bekommen. Im eigenen Zuhause würde Lola sicherlich noch einmal einen großen Schritt nach vorne machen und richtig aufblühen.

Marita schreibt:

„Lola ist eine sehr nette und lustige Hündin, sie hatte nur bisher kaum Gelegenheit das jemandem zu zeigen. Lola sucht aufmerksame, geduldige Menschen, die ihr helfen ihren Weg in unserer menschlichen Welt zu finden, von der sie bisher einfach zu wenig kennengelernt hat. Menschen, die sie sicher durch Situationen führen, in denen Lola unsicher ist, die zB. bereit sind die Nachbarin zu stoppen, wenn sie Lolas Kopf tätscheln möchte. Menschen die für Lola der Fels in der Brandung sind. Hierzu ist keine große Hundeerfahrung nötig, nur ein wenig Aufmerksamkeit und die Akzeptanz, dass ein anderes Lebewesen vielleicht nicht immer so denkt und empfindet wie wir selbst.

Lola sucht einen Einzelplatz, gerne bei ruhigen Menschen ohne Kinder und andere Haustiere. Sie war entweder ein Einzelwelpe oder sie wurde extrem früh von der Mutter genommen und weggesperrt gehalten. Sie ist leider schlecht geprägt und schlecht sozialisiert, das lässt sich nur langsam und nicht so 100%ig nachholen. Die Hundewiese, Spaziergänge mit 20 anderen Hunden und das Volksfest oder ein Einkaufsbummel in der Fußgängerzone sind definitiv nichts für Lola. Sie muss noch viel lernen, aber sie gibt sich große Mühe und möchte gefallen. Bei Begegnungen braucht sie momentan 1,5-2m Distanz um nicht verunsichert zu sein, sollte es enger werden, muss man sie vorbeiführen, was dann auch problemlos und ohne Theater geht, aber man muss es eben machen und kann sie nicht in der Situation sich selbst überlassen.

Sie ist eine genügsame und gemütliche Hündin, sie hat nicht den für Dalmatiner sonst üblichen sehr großen Bewegungsdrang. Die meiste Zeit läuft sie gemütlich und locker an der Leine, sie fährt gerne Auto (in der Box) und bleib ein paar Stunden problemlos alleine zu Hause. Sie bellt wenig, eigentlich nur, wenn sie sich erschreckt und ist verschmust, aber auch das ist noch ganz neu für sie. Sie ist absolut Stubenrein, gesund und wird ein Traumhund, wenn sie sich erst mal eingewöhnt und Vertrauen gefasst hat. Die Spaziergänge mit ihr sind sehr angenehm, wenn man dort geht wo nicht allzuviel los ist.

Ich werde Lolas Menschen (die hoffentlich in Bayern leben) natürlich zur Seite stehen, sie können Lola in aller Ruhe kennenlernen und ich werde Ihnen zeigen, wie man ihr Sicherheit geben kann und was bei Lola zu beachten ist. Sie ist kein schwieriger Hund, aber man muss auf ein paar Dinge achten und ihr ein wenig Zeit zugestehen. Auf einem Einzelplatz würde Lola sich viel leichter tun wirklich integriert zu werden und sie würde im eigenen Zuhause garantiert nochmal so richtig aufblühen.

Ich hoffe es fühlen sich ein paar wunderbare Menschen angesprochen und geben Lola eine Chance zu zeigen was sie für ein Schatz ist.

Das wichtigste hätte ich beinahe vergessen: Lola ist wohl der einzige Hund, der seinen Namen in den Schnee (wenn vorhanden) pinkeln kann! Am „a“ arbeiten wir noch…. ( und wenn das nicht klappen sollte, heißt sie eben Lolo!)“

:-) :-) :-)

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28.03.2016

Lola und Marita schicken Ostergrüße :-)

Scheinbar hat Lola es sich zur Aufgabe gemacht, unbedingt dem Osterhasen auf die Spur zu kommen, wo auch immer er sich versteckt haben mag. 😉

Marita schreibt: Ich habe Lola vom Osterhasen erzählt und nun hat sie ihn überall gesucht, nach ihm Ausschau gehalten, aber leider ohne Erfolg. Er war nicht im Maulwurfhaufen und auch nicht im Fotoapparat. 😉

Schwer enttäuscht hat sie dann doch lieber ihre Morgengymnastik gemacht, vor allem die Dehn- bzw. Knickübungen der Beine sind ihr sehr wichtig, da ist sie extra so sitzen geblieben, solange bis ich endlich den Fotoapparat von oben geholt hatte. In diesem Sinne Frohe Ostern :-)

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19.03.2016

Update zu Lola

Marita schreibt:

„Seit der Trichter runter ist wird alles langsam aber sicher besser….

Insgesamt ist Lola deutlich ruhiger geworden und hat ein wenig Vertrauen in mich gefasst, sie ist mir gegenüber nicht mehr so misstrauisch und denkt nicht mehr bei jeder unerwarteten Bewegung meinerseits, dass ich ihr was Böses will. Und ohne den Trichter kann man jetzt doch viel mehr machen, auch ich habe mehr Vertrauen in sie.

Sie entwickelt auch ihre schmusigen Momente und zeigt mir ihre sonnige, liebevolle Seite. Ja sie kann auch richtig zärtlich sein. Sie wird täglich ruhiger und gelassener. Vor zwei Tagen ist sie abends das erste Mal einfach liegengeblieben, als ich an ihr vorbei musste.

Mit meinen anderen Hunden ist es nach wie vor schwierig, jede neue Situation ist kritisch und sie zeigt keinerlei Gruppenverhalten. Aber auch da gibt es deutliche Verbesserungen.

Ansonsten wird sie gerade von den Hormonen regiert. Die Arme sucht draußen ganz verzweifelt, es wird jeder Geruch genau geprüft und ich werde heftigst zu allen Gerüchen hingezogen. Sie benimmt sich wie eine 40jährige mit schlimmer Torschlusspanik… Ich wollte ihr schon ein rosa Höschen kaufen, hab’s dann aber doch sein lassen… 😉

Ich denke, dass sie sehr abgeschieden und reizarm aufgewachsen ist und gelebt hat, dass sie sehr, sehr wenig kennen gelernt hat und dass sie schon oft Welpen hatte, wenn sie auf dem Rücken liegt sieht man wie „ausgeleiert“ ihre Zitzen tatsächlich sind. An den Beinen sind auch mehrere kahle Stellen die auf alte Liegeschwielen deuten. Es gibt immer mehr Anzeichen, die darauf hindeuten, dass sie bisher noch nicht im Haus gelebt hat.

Der Kiefer ist eindeutig zugewachsen, das konnte ich beim „auf dem Rücken liegen und herumscherzen“ endlich richtig nachschauen. Die Tierärztin war sichtlich erleichtert darüber, ich glaube sie war sehr skeptisch ob das gut heilt, so lange entzündet wie die Backe wohl gewesen ist. Ich hab die TA auch gefragt ob die Schilddrüsenwerte bei der Blutuntersuchung mituntersucht worden sind. Sie hat das bestätigt und es ist alles in Ordnung mit der Schilddrüse.

Anbei noch ein paar neue Fotos. Sie ist wirklich eine sehr hübsche Punktedame geworden und ich denke, wenn die richtigen Menschen kommen, dann darf Lola nun auch wieder vermittelt werden. :-)    Ganz liebe Grüße Marita“

Superschön, dass Lola Fortschritte gemacht hat und nun auch wieder Vertrauen zu Menschen gefasst hat. :-) Jetzt ist es an uns, für Lola die richtigen Menschen zu finden, die ihr Vertrauen nie enttäuschen!!

Lola lebt bei Marita in München auf Pflegestelle und Grundvoraussetzung für eine Vermittlung ist, dass die zukünftigen Frauchen/Herrchen von Lola sie bei Marita in München besuchen und genau kennenlernen!!!! Alle weiteren Voraussetzungen, die Lolas neues Zuhause mitbringen sollte, können wir gerne bei einem persönlichen Gespräch klären. :-)

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26.02.2016

Endlich ist Lola den lästigen Trichter losgeworden! :-)

Marita schreibt: „Alles ist gut, der Trichter ist runter, Auge und Backe hat sie in Ruhe gelassen und die Pfote hat ihre Saubermachaktion soweit überstanden. Sie hat erstmal ganz dumm geschaut und konnte es glaube ich gar nicht fassen, daß dieses störende Teil endlich weg ist….
Dann fing sie mit einer äußerst umfangreichen Körperpflegeaktion an… und sie ließ sich zwar kurz unterbrechen, aber nicht daran hindern, so daß ich schon froh bin, daß der Trichter so lange drauf war. Anbei ein paar Fotos, auf dem letzten sieht man, wie sie dabei ist sich hinzulegen. Sie klappt dann (ganz abartig…) die Fußgelgenke um, wie eine Kuh und liegt dann auf den umgeknickten Vorderfüßen. (unglaublich hilfreich, wenn man an der Pfote operiert wurde!) Man sieht auch die dicke Backe noch gut. Außerdem glaube ich sie ist eigentlich ein Nackthund, sie stößt seit kurzem so brutal ihr (stumpfes, mattes und schuppiges) Fell ab, daß sie sicher sehr bald
ganz nackig dastehen wird? Naja so ein Nackthund ist ja auch was ganz mondänes und schickes, oder?“

Na ja, ein Nackthund fehlt uns sowieso noch in unserer Sammlung. 😉 Und diese Art sich abzulegen ist ja auch etwas ganz Besonderes. Das erinnert an diese Gummimenschen, die sich völlig verbiegen können, Gummidalmatiner…….. mal was Neues! 😉

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21.02.2015

Update von Lola,  Marita nimmt es mit Humor ;-):

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„Hallo, ich hätte da gerade eine hübsche zierliche Dalmatinerhündin auf Pflege zur Vermittlung: Grad mal ca. 6 Jahre alt, sehr agil und sportlich (vor allem Zugsport, ganz genau Leinenzugsport). Selbstbewußt zeigt sie auch unerfahrenen Hundehaltern deutlich was sie will. Mit eigenem Kopf den sie gerne versucht durchzusetzen und sehr neugierig, immer mit tollen Ideen.

Sie hat auch immer wieder ihre schmusigen 30 Sekunden… Andere Hunde sind (in gewisser Entfernung) kein Problem.

Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, daß die zu vermittelnde Hündin auch bei ekligstem eiskaltem Pisswetter, wo der Regen dank Wind von der Seite kommt, mit ungebremmster Begeisterung rausgeht… Da das allerdings die Wenigsten tun, hat man draußen wenigstens seine Ruhe und der Hundeleinenzugsport fällt ein wenig sanfter aus und wird doch durch gelegentliches Ganzkörperschütteln unterbrochen.

Das darauffolgende Trockenrubbeln mittels eines Handtuches (bei den meisten kurzhaarigen 4-Beinern sehr beliebt) findet in diesem Fall grad mal so ansatzweise statt und wird auch hier mit einem Blick kommentiert: Was macht die denn da, spinnt die, wie unverschämt??? Wobei das Trocken werden nicht unangenehm schien… Ganz nach dem Motto: Wasch mich aber mach mich nicht naß, ach nein andersherum: Mach mich trocken, aber faß mich nicht an dabei!

Meint Ihr mit dieser Beschreibung finden wir ein Zuhause? ;-)“

Wird nicht so einfach werden, Marita! 😉 Aber so eine Traumhündin mit Eignung für den Leinenzugsport, der ja übrigens total im Kommen ist, wird sicher irgendwann ein zehn Sterne Zuhause finden! 😉

………………und bis dahin freuen wir uns natürlich auf neue Episoden aus Eurem Tagebuch 😉

21.02.2016 Update zu Lola (jetzt mal im Ernst)

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Marita schreibt:

„Also letzten Mittwoch war wieder eine dicke harte Kruste unterm Auge, so daß man weder sehen konnte was drunter ist, ob das gut verheilt ist, noch konnte man riskieren ihr da den Trichter runterzutun, dann hätte sie beim bearbeiten der Kruste das ganze sicher wieder aufgerissen.

Nachdem man ihr auch nicht ins Maul schauen kann ist es schwiereig. Von außen her war alles noch ziemlich gerötet und die Backe war noch dick. Das hat der Tierärztin nicht wirklich gefallen, sie hat mir eine Salbe mitgegeben.

Ich habe es jetzt geschafft ihr mit viel Trickserei die letzten Tage die Sabe auf das Ganze zu tun und die Kruste hat sich gelöst und die Wunde ist zu. Ich habe auch den Eindruck (und hoffe, daß ich mir das nicht nur einbilde), daß die Backe auch langsam etwas abschwillt.

Am Dienstag sind wir wieder bei der TA, mal schauen was sie dann dazu sagt.
Ich bin zwar fleißig am üben das Maul auf zu machen (also nicht ich, sondern Lola) und sie läßt es sich tatsächlich gefallen, aber sie hält leider noch nicht still dabei, so daß man nicht viel sieht.

Sie ist wahnsinnig mißtrauisch, die Arme. Als ich das erste mal die Salbe an den Fingern hatte, hat sie so reagiert, als hätte ich ein Schlachtermesser in der Hand…
Nun, ich hab dann eine andere Salbe genommen (die nicht so nach Medizin riecht), hab mir immer die Finger eingecremt und war dann irgendwann erfolgreich.
Nur die Pfote hab ich noch nicht geschafft ein zu cremen. Die ist zwar zugeheilt, aber die zarte neue Haut könnte dringend auch etwas Salbe gebrauchen.

Ansonsten ist sie nach wie vor einen Dickschädel und versucht immer wieder klar zu stellen, daß sie hier das sagen hat. Aber es wird schon ein bischen besser. Das Kisseneck
ist zwar angeknabbert, aber noch dran! Und sie gibt etwas missmutig und ordentlich knurrend irgendwann dann doch nach (aber nur wenn sie mehr oder weniger muß…)
Und ich kann endlich wieder mit Leckerchen arbeiten, sie ist nämlich unfassbar verfressen, das hilft auch enorm sie von der ein oder anderen Sache zu überzeugen.“

Wir freuen uns sehr, dass Lolas Wunde nun endlich zu verheilen scheint und dass Marita nach wie vor ihren Humor nicht verloren hat. Wer hätte diese schwere Zeit mit Lola schon so durchgestanden und dabei immer noch die Zeit gefunden, uns mit Berichten zu versorgen?!

Dankeschön liebe Marita!!

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01.02.2016

Update zu Lola…..

Marita schreibt:

„Anbei wie versprochen neue Fotos von Lola, sie ist nach wie vor recht brav und vorgestern Abend hat sich auch noch die Frau Dr. nach Lolas Zustand erkundigt. Ich habe mit ihr einen Nachschautermin am 09. Februar ausgemacht, wenn bis dahin alles weiter gut verheilt. Ich hoffe nur, dass der Trichter so lange hält…

Die letzten Tage haben wir schon kleine Spaziergänge in der Anlage und auf der Wiese dahinter gemacht, abends wenn keine anderen unterwegs waren. Nur heute war totales Siffwetter. Und die Pfote hält auch schon gut ihre z.T. akrobatischen Hochspringaktionen aus, wenn ich zu langsam bin sie abzufedern. Unterm Auge ist so eine Art Kruste, so dass man nicht sieht ob es schon ganz zugeheilt ist oder was genau. Aber es ist trocken, also dürfte es nicht mehr wirklich offen sein.

Natürlich juckt es das arme Mädel und der Trichter juckt auch. Eine gute Gelegenheit für mich, mich bei ihr mit angenehmen Halskraulen einzuschleimen… Entwurmt sind wir seit gestern auch, so langsam wird das alles.“

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28.01.2016

Es gibt ein Update von Marita aus München und zum Glück nur gute Nachrichten von Lola!!!!!!!! Marita schreibt:

„Alles ist gut, heute früh hat die Klinik mit mir telefoniert und alle Befunde von Lolas Gewebeproben sind negativ, also weder Pfote noch Kiefer in irgendeiner Art was Bösaritges!!! Blutbild ist soweit ok, B12 und Folsäure zu niedrig (klar bei einer Reisdiät in Polen in dem Kleingarten…) und Entzündungsdinger zu hoch, aber das ist der Streß und die Dauerentzündung und ein Wert deutet auf Allergien oder Parasiten hin. Kotprobe kam raus Hackenwürmer und Giardien. Denen werden wir den Garaus machen. Urin auch perfekt. Also alles unbedenklich und Lola kann voll durchstarten….

Der Frühling kam Gott sei Dank so heftig , daß heute so mancher Matsch schon wieder weg war, zumindest auf der „Wiese“ vorm Haus und die Pfote ist ganz trocken und vor allem sauber geblieben. Ich habe aber auch wirklich auf der einen Seite eine sehr brave und genügsame Patientin (und das wo ich so gnadenlos streng bin und sie nirgends hin lasse…). Auch wenn wir nur vor’s Haus in den Vorgarten gehen, will sie danach wieder rein ins Haus. Naja ab und an versucht sie mich Richtung Auto zu ziehen, sie weiß, daß man ins Auto muß um zum längeren Gassigehen zu fahren… aber das dauert noch ein Weilchen. Denn die Pfote ist die eine Sache, aber wenn sie schnüffelt ist natürlich der blöde Trichter im Weg und wenn sie dann den Kopf wieder hochtut haut es ihr alles um die Ohren was sie mit dem Trichter so aufsammelt und das geht natürlich wegen der Backe so gar nicht. Also wird nur gegangen wo sie nicht groß was hochschleudern kann, wo sie nirgends mit der Pfote hängen bleiben kann und sich nirgends stoßen kann. Ein kleiner Spiesrutenlauf… Dafür (ich wage es kaum zu schreiben…) aber ich glaube, daß beides gut am verheilen ist. Die Pfote sieht meines Erachtens sehr gut aus und die Schwellung an der Backe geht auch zurück, die Backe ist außer nach dem Fressen trocken.

Und vorhin hatten wir auch noch ein positives Erlebnis. Ich habe mir die Schuhe bei ihr im Vorraum ausgezogen und Trampeltier Lola läuft um mich herum und rempelt mich natürlich ordentlich an und ich bin geschwankt einen Schritt zur Seite und ihr wohl irgendwie auf die Hinterpfote. Sie hat leicht gejault und dann hat sie mich richtig angemeckert und auch gedroht…. Aber sie ist nicht Volldampf nach vorne, obwohl sie direkt vor mir war, sondern hat erstmal geschaut was ich mache, ließ sich wieder beruhigen und dann war wieder alles gut. Das war schon sehr gut. Sie schmust eigentlich auch gerne, aber man merkt, daß sie es nicht gewohnt ist, sie wird dann schnell misstrauisch und es wird ihr zu viel. Aber das lernt sie schon noch, manchmal ist sie eine kurze Zeit schon ganz ruhig dabei.“

Dann hoffen wir mal, dass es so gut weitergeht mit Lola und drücken weiterhin alle Daumen!!!!!

 

19.01.2016 Update von Marita

Heute Abend gab es ein Update von Marita und ein Foto der Patientin. Marita schreibt:

„Letzte Nacht hat Lola recht ruhig geschlafen und sie ist recht fit (Gott sei Dank und leider), bisher hat alles gut gehalten, die Pfote auch ohne Verband. Keine Chance ihr alleine die Pfote irgendwie auch nur in eine Plastiktüte zu kriegen. Sie regt sich dann auf, dann tropf das Auge wieder. Wenigstens frißt sie gut ihr Futter mit allen Antibiotika und Schmerztabletten. Naßfutter hatten wir noch nicht ausprobiert, aber sie frißt es gut (Fleisch kannte sie nicht, das hat sie die ersten 3 mal wieder ausgespuckt und erst beim vierten Mal als ich es ihr angeboten habe vorsichtig gefressen!) Und wenn hier alles ruhig ist, liegt sie auch brav auf ihrem Kissen und schläft. Wenn ich mit ihr im Eingangsbereich bin, „rennt“ sie mit ihrer Halskrause rum, als wäre nie was gewesen und ist genervt, daß sie überall hängen bleibt. Nun, den ersten Tag hätten wir geschafft, nachmittags hat sie dann auch brav Pipi auf die Staße gemacht, alles gut. Und jeder geschaffte Tag heißt, daß die Heilungschancen steigen! Heute Nachmittag hat sie so fest geschlafen, daß sie nicht mal an der Türe stand, als ich wieder heimkam. Die Anspannung läßt leicht nach, nur die Zeit ist etwas knapp um allen einigermaßen gerecht zu werden, das wird wohl auch noch ein Weilchen so bleiben. Einen schönen Abend, liebe Grüße Marita“

Was Marita da leistet geht wirklich weit über das Normale hinaus und wir wissen gar nicht, wie wir Danke sagen sollen. Zusätzlich zu Lola hat sie schließlich noch ihre eigenen vier Hunde, auch alle Tierschutzhunde und nicht eben einfach, und arbeiten muss sie auch noch so ganz nebenbei. Lola hat wohl einen ganz tollen Schutzengel da oben im Himmel und der hat ihr die Marita geschickt, anders ist das nicht zu erklären. So einen kleinen Verdacht haben wir ja, wer das sein könnte……..

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19.01.2016

Lola hat die Operation gestern gut überstanden.

Leider war die Operation doch sehr viel aufwendiger als gedacht und Marita konnte Lola erst am  Abend wieder in der Tierklinik abholen. Um überhaupt operieren zu können, mussten die Ärzte Lola erst einmal mit dem Blasrohr betäuben, dann die Narkose einleiten.

Ein CT brachte im Anschluss die ganze Dimension des Übels in Lolas Backe an den Tag, ein Backenzahn hatte sich wohl schon vor längerer Zeit gespalten, entweder durch Schläge von außen oder durch einen Unfall, dadurch entstand im Laufe der Zeit eine wirklich schlimme Entzündung, die sich dann in der ganzen oberen Hälfte des Kiefers ausbreitete und schließlich auch die Wunde verursachte. Das Ganze war tief drinnen schon vereitert und muss Lola höllische Schmerzen bereitet haben.

In einer langen und aufwendigen Operation wurden die Stücke des Backenzahns entfernt und die Wunde wurde gespült und innen und außen verschlossen. Das war sehr aufwendig, da durch die Entzündung nicht viel Haut zur Verfügung stand, um zu nähen. So liest man über die Behandlung von Lolas Kiefer im Bericht der Klinik:
„208 (P4) buccale Kronenseitenflächenfraktur von der Kronenspitze bis weit unter die Gingiva mit Eröffnung der Pulpa in Längsrichtung – ausgeprägte Lysen um alle 3 Wurzeln – ca. 1cm grosser Fistelkanal unter dem linken Auge, der eine direkte Verbindung in die Maulhöhle bzw. in das Vestibulum hat. Dabei ist die Mucosa im Vestibulum mit dem einwachsenden Epithel der Fistelöffnung und der darunter liegenden Submucosa zu einer derb-narbigen Struktur verwachsen > Extraktion 208 und 207 und grossflächige Entfernung von entzündetem Knochen und Kürettage und Spülung mit Prontovet > sehr aufwändige Verschiebeplastik indem die Mucosa an der Fistelöffnung vom Epithel getrennt wurde und ein Wundverschluss somit möglich wurde. Der ehemalige Fistelkanal in der Mucosa wurde locker verschlossen- ebenso wurden die Hefte an der palatinalen Schleimhaut an 2 Stellen mit grösserem Abstand gesetzt um eine geringe Abflussmöglichkeit zu schafften. Die Fistelöffnung unter dem Auge wurde umschnitten und locker verschlossen“

Im Rahmen der Operation wurde auch noch ein Knubbel an Lolas Vorderbein entfernt, eine Biopsie wurde entnommen und eingeschickt. Ein Ultraschall der inneren Organe wurde gemacht, alles so weit ohne Befund. Bleibt jetzt abzuwarten, wie der Befund des Knubbels am Vorderbein ausfallen wird. Also heisst es: Weiter Daumen drücken für Lola!!!

Nun muss die arme Lola über einige Zeit (mindestens zwei bis drei Wochen)  einen Trichter tragen, damit die Wunden gut verheilen können und Marita muss noch bessere Nerven haben als ohnehin schon, denn Lola ist sicherlich keine einfache Patientin.

Vielleicht kann der eine oder andere uns ein wenig unterstützen was Lolas OP Kosten angeht, denn diese liegen allein für die Operation von gestern bei ca. 2000 Euro und noch ist kein Ende in Sicht!!!!! Wir sind also dankbar für jeden Cent.

14.01.2016 Update zu Lola

Marita war mit Lola in der Augenklinik und Lola hat sich für ihre Verhältnisse gut benommen.

Leider haben die Augenärzte aber nicht weiterhelfen können, denn Lolas Augen sind nicht das Problem, sie hat volle Sehkraft und keine wesentlichen Augenprobleme. Die Ärzte haben die Wunde genau untersucht und gehen davon aus, dass es entweder ein Problem ist, das von einem Zahn ausgeht, oder vom Knochen. Vielleicht ist auch ein Fremdkörper der Verursacher. Es handelt sich also um eine Entzündung, die von innen nach außen geht.

Da die Augenärzte hier nicht die richtigen Ansprechpartner für eine Operation sind, hat Lola nun am Montag Morgen einen Termin in einer Klinik, die auf solche Fälle spezialisiert ist. Sie wird laut Aussage der Ärzte heute auf jeden Fall operiert werden müssen, wie groß die Operation ausfallen wird, können erst die Spezialisten am Montag sagen.

Die Wunde stellt jedoch keinen akuten Notfall dar, so dass man auf jeden Fall bis Montag warten kann. Also weiter Daumen drücken und Ruhe bewahren.

13.01.2016

Lolas Auge macht uns leider noch immer große Sorgen. :-(

Die Wunde unter dem Auge will sich auch nach all den Wochen und der Behandlung nicht schließen und auch das Auge selbst scheint angegriffen zu sein.

Daher hat Marita nun morgen Vormittag einen Termin mit Lola beim Augenspezialisten in der Tierklinik. Um Lola nicht unnötig zu stressen und aufzuregen, wird sie direkt eine Sedierung bekommen und dann soll bei der genauen Untersuchung sofort entschieden werden, wie die Ärzte weiter vorgehen wollen. Falls eine größere Operation nötig sein sollte, um das entzündete Gewebe zu entfernen, wird Lola dann direkt eine richtige Narkose bekommen und sofort operiert werden. So müssen wir ihr den Stress in der Klinik nicht mehrmals zumuten.

Bitte alle die Daumen drücken für Lola und Marita, damit alles gut geht bis Lola sediert ist und damit ihr nicht eine allzu große Operation bevorsteht. :-(

Marita wird sich melden, sobald sie morgen mehr weiss und wir werden berichten.

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04.01.2016

Von Marita haben wir außer Neujahrsgrüßen auch ein Update zu unserem Sorgenkind Lola erhalten.

Marita schreibt:
„Bei uns lief alles recht ruhig und ohne Aufregung ab an Silvester. Lola zeigte nicht direkt Angst wenn’s geknallt hat, sondern so ein böser Knaller wird lautstark mit Gebell vertrieben!
Uns geht es allen gut, nach wie vor ohne Blutvergießen und sie braucht einfach viel, viel Zeit und Ruhe. Sie fängt an viel zu schlafen, auch nicht mehr sofort auf zu springen, wenn ich mich mal vom Wozimmer in die Küche bewege.

Das mit Weihnachten und dem Geschenke auspacken hat sie noch nicht kapiert. Und dass man nichts vor Heilig Abend auspacken darf auch nicht! Man muss nicht das Innere aus der Verpackung holen, sondern beim Auspacken entfernt man die Hülle um das Innere, dabei hat sie sich solche Mühe gegeben, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. 😉 Nun, ich hab sie ganz automatisch angepflaumt und da hat sie mir dann schon ordentlich die Zähne gezeigt. Aber sie hat sich dann knurrend in ihren Raum zurückgezogen und ich habe mich damit begnügt, im Flur zu schimpfen und dann die Fotos zu machen, auf denen man schon keine Zähne mehr sieht…

Sie ist immer schwer am Angeben und sich Wichtigmachen und tut so als wäre sie eine ganz harte Lady, aber ich glaube sie ist eine ganz zarte und eigentlich sanfte Madame. Sie hat sicher einen sehr zarten Kern, um den sie sich eine ganz harte dicke Schale aufgebaut hat um zu überleben.
Wenn alles „normal“ ist, ist sie recht kuschelig und freudig mir gegenüber und sie geht auch manchmal bereits ein wenig auf mich ein.

Wenn irgendwas ist, vorgestern hatte ich z.B. Besuch, fängt sie an sich wichtig zu machen und zB. ihre Decke, oder was sie gerade zur Verfügung hat, zu zerlegen und das würde sie in diesem Moment auch nicht hergeben. Das Problem ist, dass sie wohl dann auch schon mal was vom Zerlegten schluckt. Auch an Kauknochen gebe ich ihr nichts hartes mehr, denn ich habe sie im Verdacht, dass sie ein riesen Stück Rinderkopfhaut neulich im Ganzen geschluckt hat. Ich hab ihr gestern ein gaaaaaanz dickes Spieltau gekauft, da kann sie ihren Frust dran ablassen ohne dass das kaputt geht.

Das Gezappel wenn sie was anschaut ist fast komplett weg, vielleicht war es nervös oder vielleicht hatte sie einfach zu lange Gitter vor den Augen!? Jetzt schaut sie auf jeden Fall so gut wie normal.
Auch das Geschirr haben wir schon 2x anprobiert, hat auch ganz gut geklappt, solange man all das geschickt macht und sie nicht lange ruhig halten muss und man nicht zu lange an ihr herumfummeln muss, geht das.

Draußen würde sie auf alles und jeden losgehen, was näher als 2- 3 Meter ist, aber zumindest ohne großes Gebell, trotzdem hängt sie voll in der Leine. Sie gibt auch wieder schnell Ruhe, aber man muss schon ausgeschlafen und nüchtern sein beim Spazierengehen mit ihr. Naja neulich hat sie immerhin den 10 Jogger nicht mehr versucht anzufallen, oder war es gar der Neunte? 😉

Mit meinen Hunden entspannt sie etwas und hat sich daran gewöhnt, dass die da auch laufen, z.T. auch direkt neben ihr, auch wenn ihr das nicht wirklich passt. Solange alle in Bewegung sind, ist das ok, wenn wir stehen bleiben passe ich noch sehr auf und zum Beispiel zu zweit an einer Stelle schnüffeln geht nur einen Bruchteil einer Sekunde gut. Ich habe den Eindruck, als würde sie manchmal absichtlich wegschauen, wenn einer von meinen neben ihr läuft… und es darf dann kein anderer Hund kommen oder sonst irgendein Störfaktor, dann wird es eng. Im Haus hätte sie mir letzte Woche beim Rausgehen meine wirklich zerlegt, wenn ich sie nicht an der Leine gehabt hätte und schneller gewesen wäre. Das braucht wohl noch Zeit.

Ich habe sie vom Hr. Schoch – Sensitive Tiertherapie – durchtesten lassen und nun kriegt sie einige Bachblüten und Homöopathische Mittel zur Unterstützung, vielleicht hilft das ja auch ein wenig.

Auf den Fotos kommt sie nicht so hübsch raus wie sie ist und es ist schwierig, sie zu fotografieren, weil sie meistens gleich aufsteht wenn ich mich nähere.

Also insgesamt so ganz nach dem Motto: Gut Ding will Weile haben, lassen wir uns Zeit! Ganz liebe Grüße Marita“

Wir hoffen, dass Lola sich irgendwann wenigstens Marita gegenüber etwas mehr öffnen wird, aber es wird auf jeden Fall ein langer und steiniger Weg werden und niemand kann heute sagen, in wie weit sich Lola überhaupt so entwickeln wird, dass sie vermittelbar wäre. Um Lolas Verletzung am Auge machen wir uns auch Sorgen, denn sie wird trotz Behandlung eher schlimmer als besser. Wir überlegen nun, Lola einem Spezialisten vorzustellen, aber auch das ist natürlich bei Lolas psychischer Verfassung wieder ein Problem.

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15.12.2015

Lola ist gut mit Marita in München angekommen und alle zusammen haben die ersten Tage ohne Zwischenfälle überstanden.

Marita schreibt:

„Nein, Lola ist überhaupt kein Killer, sondern eine ganz nette verschmuste Maus….Naja, man sollte schon ein Auge auf sie haben, aber bisher verhält sie sich absolut unaggressiv. Sie ist sicher so gar nicht erzogen und eher ein charakterstarkes Mädel (aber das ist meistens so, die Charakterschwachen überleben so manche Situation nicht); Leinenführigkeit gleich null, dafür einen ordentlichen Sturschädel und unsensibel bis zum geht nicht mehr. Und absolut körperlich unverschämt, sie springt einen an, rempelt drückt sich gegen einen und eher auch ein Trampeltier, von feinfühliger Lady keine Spur. Und unglaublich hektisch und hippelig, aber es wird schon ein bisschen besser. Das legt sich sicher, wenn sie regelmäßig raus kommt und Kontakt zu einem hat. Es ist eh unglaublich, wie stark sich die Hunde in kürzester Zeit verändern und wieder ganz von selbst „normal“ (oder zumindest „normaler“) werden… Meine Hunde hat sie bisher absolut ignoriert, nur wenn sie zu nah waren kam ein Knurren und 3x eine Attackenitention, die sich aber gleich abwürgen ließ. Also nichts Ernstes, aber man kann sie eben auch nicht einfach so bedenkenlos zusammenlassen. Vor allem auch, weil sie so unruhig ist und alles x-mal ganz intensiv hektisch in jede kleinste Ecke abschnüffelt. Sie ist in ihren Reaktionen ein wenig unberechenbar im Moment noch, das wird sich auch legen (hoffe ich). Auf Menschen sind die Reaktionen ähnlich, meistens gar keine, ab und an eine Pseudoattacke und vorhin haben wir mit einer Nachbarin gesprochen, da war gar nichts, dann kam ein älterer Herr vorbei, der wurde sehr wohl dreimal mit Knurren kommentiert. Mir hat sie bisher zweimal kurz gezeigt, dass ich nicht näher kommen soll, aber das war‘s dann auch schon. Also es kommt eine Abwehrende Reaktion, aber nur wenn es ihr zu eng ist oder etwas auf sie zukommt, wenn ihr irgendwas Angst macht. Alles nichts Besorgniserregendes. Wenn ich sie streichle, ist sie auch zappelig und eher fordernd als genießend, das kommt schon noch und danach schüttelt sie sich immer erstmal. Sie ist schon eine lustige uns süße Maus. Mit den Fotos ist es sehr schwierig, meist ist nur ein kleiner Teil von der Hippeldame drauf…. Heute früh kam ein Paket, das musste gründlich untersucht werden und sie hätte auch gleich äußerst tatkräftig beim Auspacken geholfen, also ich würde sie nicht direkt als schüchtern beschreiben. Sie scheint absolut stubenrein zu sein, was ja auch sehr angenehm ist und scheint auch das Leben im Haus zu kennen. Sie scheint sich auch nicht auf zu führen, wenn sie alleine bleiben muss. Für einen Dalmatiner hat sie einen sehr breiten, großen Brustkorb, deswegen wirkt sie manchmal eher ein wenig pummelig, wobei sie nicht wirklich dick ist. Nun jetzt muss man mal abwarten was sie noch so auf Lager hat und womöglich auspackt, wenn sie sich eingelebt und entspannt hat, dann kann man weitersehen. Aber sie ist keine Katastrophe, absolut nicht! Sicher sollte sie nicht in unerfahrene Hände vermittelt werden und auch eher zu jemandem, der sich der Verantwortung bewusst ist, aber sie wird dann sicher ein sehr netter Gefährte sein und ein ganz toller Hund werden.“

Wir freuen uns sehr, dass Lola nun doch nicht ganz so schwierig ist und drücken Marita die Daumen, dass sie bald eine Beziehung zu Lola aufbauen kann und dann alles einfacher wird. Ein riesengroßes Dankeschön nach München liebe Marita!! Hier sind alle Daumen für Euch gedrückt!!!

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12.12.2015

Es gibt Neuigkeiten von Lola.

Wenn alles gut geht und nicht in letzter Minute noch etwas dazwischen kommt, dann wird Lola heute von Marita persönlich aus der Pension in Polen abgeholt und darf mit ihr auf PS nach München fahren. Marita ist Lolas Rettung, denn es wäre undenkbar gewesen, Lola in ihrem Zustand per Fahrkette zu transportieren oder sie auf einer normalen Pflegestelle unterzubringen. Man kann ihr weder eine Leine anlegen, noch kann man sie anfassen, nur mit Futter gelingt es, sie in eine Box zu locken, damit man sie überhaupt transportieren kann.

Marita hat ja auch unseren Grey so wunderbar auf sein Leben in der neuen Familie vorbereitet und sie sieht auch der Arbeit mit Lola noch immer positiv entgegen. Obwohl sie natürlich vorab nicht weiß, was sie erwarten wird und ob es gelingen wird, aus Lola jemals einen vermittelbaren Hund zu machen! Alle, die Marita noch nicht kennen, können hier über sie nachlesen: http://dalmatinerschutz-polen.de/marita-schwaegerl/

Wie man im Video sehen kann, ist Lola immer noch sehr verunsichert und weiß nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Wir wissen nicht, wie sie nun auf den erneuten Ortswechsel und den Wechsel der Bezugsperson reagieren wird, hoffen aber, dass Lola bei Marita zur Ruhe kommen wird. Wir können nur hoffen, positiv an die Sache herangehen und Marita und Lola die Daumen drücken. Wir denken, wenn es einer schaffen kann, dann Marita!

Wir zählen schon die Stunden und die Minuten, bis Lola bei Marita in der Box im Auto sitzen wird, denn in Polen ist sie noch immer nicht sicher. Der Tierarzt, der sie geimpft und behandelt hat, hat immer noch ein wachsames Auge auf sie geworfen und beim kleinsten weiteren Vorfall würde er nicht zögern, ihr die Todesspritze zu geben. Lola steht unter ständiger Beobachtung und nur zu gern würde der Tierarzt seinen Willen durchsetzen und die Maus einschläfern.

Bitte die Daumen drücken, damit Lola mit Maritas Hilfe endlich in ein besseres Leben durchstarten kann und für immer in Sicherheit ist!!!!!

Wir werden weiter berichten.

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30.10.2015

Wir haben zusammen mit den Mädels in Polen beschlossen, Lola zunächst aus der Vermittlung zu nehmen.

Der Tierarzt, der sich Lola ansehen sollte, hat uns geraten sie einschläfern zu lassen, da sie momentan sehr aggressiv ist. Das kommt für uns nicht in Frage und daher wird Lola nun erst einmal in Polen verlegt werden. Sie kommt zu einem Hundetrainer, der sehr gut ist und genauso arbeitet wie unser Niunius. Er hat sich Lola bereits angesehen und zum Glück ist er bereit, mit ihr zu arbeiten. Es muss nur noch ein Platz bei ihm frei werden.

Lola ist sehr schwer traumatisiert, wir wissen leider nicht, was man ihr angetan hat, aber es muss fürchterlich gewesen sein. Lola lässt nach wie vor niemanden auch nur ansatzweise an sich heran, sie ist extrem ängstlich, unsicher und völlig überfordert mit der Gesamtsituation und weiß sich nicht anders zu helfen, als jeden, der ihr zu nahe kommt, anzugreifen.

Lola ist bis auf weiteres nicht vermittelbar. Wir werden weiter berichten, wie sie sich entwickelt.

Über Paten würde Lola sich sehr freuen, denn der Hundetrainer und ihre Betreuung werden sehr kostspielig sein!

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24.10.2015

Lola ist eine Dalmatinerhündin, die in einem Schrebergarten in einer Art Zwinger gehalten wurde.

Sie war der Frau, die den Schrebergarten hat, zugelaufen und über den Sommer hat die Frau sie im Schrebergarten gehalten, sie mit Reis gefüttert und dafür sollte sie den Garten bewachen.
Nun war aber die Saison im Schrebergarten vorbei, es war für die Frau nichts mehr zu tun im Garten und Lola war überflüssig geworden. Sie sollte verschwinden. :-(

Zum Glück ist es den Mädels in Polen gelungen, Lola aus dem Schrebergarten zu holen und in eine Art Notpension zu bringen, bevor die Frau sie auf die Strasse setzen konnte.

Nun wartet Lola, die in keinem sehr guten Zustand ist, in der Notpension darauf, dass Bailey und Lussi von Bea abgeholt werden, damit sie auf einen der freien Plätze nachrücken kann.

Sie ist sehr sehr ängstlich, gestresst und scheu, im Moment ist es leider noch nicht möglich, sie einem Arzt vorzustellen, wir lassen sie erst einmal ein wenig Vertrauen fassen und hoffen, dass leckeres Futter und viel Zuspruch sie bald ein wenig auftauen lassen werden.

Die beiden ersten Bilder zeigen Lola im Schrebergarten, die beiden letzen Bilder in der Notaufnahmepension.

Lola würde sich sehr über einen Paten freuen, denn die Pensionskosten und die Kosten für ihre medizinische Versorgung werden den Mädels in Polen wieder ein großes Loch in die ohnehin schon knappe Kasse reissen.

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