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Petition

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HERZLICH WILLKOMMEN AUF UNSERER SEITE „PETITION ZUM VERBOT DES HANDELS MIT HUNDEN DURCH PRIVATPERSONEN“

Diese Seite wird demnächst den direkten Link zu unserer Petition beim Deutschen Bundestag beinhalten

19.05.2017

Nun ist es amtlich.

Nach fast acht Wochen hat sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags endlich zu unserer Petition geäußert und diese dann auch gleich abgewiesen, mit der Begründung, man habe im Deutschen Bundestag bereits in der gegenwärtigen Wahlperiode in einer im Wesentlichen sachgleichen Angelegenheit  eine Entscheidung getroffen und zum gegenwärtigen Zeitpunkt würde eine erneute Prüfung der Angelegenheit zu keinem anderen Ergebnis führen.

Die Begründung zur Ablehnung der bereits im November 2014 vor dem Bundestag vorgetragenen und in unserer Ablehnung nun angeführten Petition, die sich – im Gegensatz zu unserer Petition – ausschließlich mit dem Handelsverbot für Welpen aus dem Ausland befasste, lautete folgendermaßen:

Der Bundestag hat bereits die Entscheidung getroffen, dass ein gänzliches Verbot des gewerblichen, gewinnorientierten Handels mit Hundewelpen dem grundgesetzlich geschützten garantierten Recht auf freie Berufsausübung wiedersprechen würde. Man hat bereits eine Erlaubnispflicht für die Einfuhr von Hunden, die in Deutschland verkauft oder gegen Entgelt vermittelt werden sollen, vorgeschrieben. Damit hat man dem Anliegen der Petition bereits teilweise entsprochen und kann somit das Petitionsverfahren abschließen. Die Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN  stellten 2014 dennoch den Antrag, die damals eingereichte Petition der Bundesregierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt!

Soviel zum Stellenwert des Tierschutzes in Deutschland.

Wir werden uns mit dieser Ablehnung nicht zufriedengeben, aus folgenden Gründen:

1. Wir fordern in unserer Petition ein Hunde-Handelsverbot für Privatpersonen ohne Zugehörigkeit zu einem anerkannten Zuchtverband und ohne Sachkundenachweis nach §11 Tierschutzgesetz. Dieses Handelsverbot bezieht sich, wie wir ganz deutlich ausgeführt haben, vor allem auf selbsternannte Hobbyzüchter im Inland, nicht auf Welpenhändler aus dem Ostblock. Ein Verbot der unseriösen Hobbyzucht/des unseriösen Hundehandels im Inland würde lediglich nach sich ziehen, dass auch ausländische Welpenhändler im deutschen Internet keine Handelsplattform mehr finden würden und der deutsche Markt für sie unatraktiv würde.

2. Hundezucht/Hundehandel durch Privatpersonen in Deutschland fällt nicht unter „das Recht auf freie Berufsausübung“, da kaum einer der ‚liebevollen Hobbyzüchter‘, die im Hinterhof mit der Familienhündin mal eben Welpen produzieren um durch deren Verkauf im Internet die Haushaltskasse aufzubessern, ein Gewerbe angemeldet hat, die Hundezucht als Beruf betreibt und hierfür Steuern abführt. Die Hundevermehrung/der Hundehandel durch Privatpersonen ist nicht als Beruf zu bezeichnen und somit auch nicht durch das Recht auf freie Berufsausübung geschützt!

3. Die in der Begründung der Ablehnung unserer Petition aufgeführten Gesetzesänderungen, die der Deutsche Bundestag bereits beschlossen hat und die eine erneute Petition angeblich unnötig machen, betreffen ausschließlich die Einfuhr von Hunden aus dem Ausland. Sie beschränken nicht den Hundehandel durch Privatpersonen im Inland, soweit diese  nicht 3 oder mehr fortpflanzungsfähige Hündinnen oder eine Absatzmenge von 3 oder mehr Würfen pro Jahr haben. Ein Züchter/Händler unterhalb dieser Grenzen ist in Deutschland noch immer keiner Erlaubnispflicht unterworfen und muss keinerlei Sachkunde nach §11 Tierschutzgesetz nachweisen.

Wir haben beschlossen, die Flinte so schnell nicht ins Korn zu werfen und unsere Petition noch einmal so umzuformulieren, dass der Bundestag sich bei einer neuerlichen Ablehnung nicht auf die bereits erfolgten Gesetzesänderungen zur Einfuhr von Hunden aus dem Ausland beziehen kann und keine bereits abgelehnten Petitionen anführen kann, die sich ausschließlich mit Welpenhandel aus den Ostblockländern befasst haben.

Es ist sehr traurig, dass Tierschutz einen so geringen Stellenwert in Deutschland hat, wir sind zugleich wütend und fassungslos über diese Ablehnung der Petition, die zeigt, dass man sich beim Petitionsausschuss nicht einmal so weit mit dem Text auseinandergesetzt hat, dass man erkannt hätte, dass sich die Petition nicht mit dem Thema „Illegale Hundeeinfuhr aus dem Ausland“ befasst. Bei einer von vornherein auf 3000 Zeichen begrenzten Petition hätte man doch erwarten können, dass sich der Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages in einem Zeitraum von acht Wochen (zwei Monaten!!) soweit mit dem Inhalt auseinandersetzt, dass das Anliegen der Petition erkannt wird.

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28.04.2017

Wie traurig! Nach über sechs Wochen war der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags noch immer nicht in der Lage über die Veröffentlichung unserer Petition zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen zu entscheiden. So wichtig ist Tierschutz in Deutschland! :-(

Heute haben wir, obwohl das ausdrücklich nicht erwünscht ist, per Email nachgefragt, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist. Man darf gespannt sein, ob und wann eine Antwort eintreffen wird:

„Guten Tag, bereits am 14. März dieses Jahres erhielten wir per Schriftpost die Bestätigung, dass unsere Petition mit der Kennung Pet 3-18-10-99999-040611 beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingegangen ist, bzw. ihm zur Prüfung zugeleitet wurde. Wie wir Ihrer Seite entnehmen konnte, dauert das Verfahren zur Prüfung einer eingereichten Petition bis zu deren Veröffentlichung in der Regel drei Wochen. Leider ist bis heute, 28. April 2017, keine Veröffentlichung der Petition erfolgt und wir haben auch keine weitere Nachricht vom Petitionsausschuss erhalten. Seit Einreichung der Petition sind nun über sechs Wochen vergangen.
Unsere Frage an Sie wäre nun, ob inzwischen absehbar ist, wie viel Zeit die Prüfung der Petition durch den Petitionsausschuss noch in Anspruch nehmen wird. Danke vorab und freundliche Grüße nach Berlin“

Während wir hier in Deutschland dafür kämpfen müssen, eine Petition zum Handelsverbot mit Hunden durch Privatpersonen veröffentlichen zu dürfen, ist in Österreich bereits ein entsprechendes Tierschutzgesetz verabschiedet worden:

http://www.pferderevue.at/?id=2500%2C5548234%2C%2C

Bravo Österreich! Welch ein Armutszeugnis für uns hier in Deutschland! :-(

 

11.03.2017

Es geht los! Die Petition wurde gestern, am 10.03.2017 in ihrer gekürzten und zulässigen Version beim Bundestag eingereicht.

Weiter unten ist nun bereits die ungekürzte Version der Petition zu finden, die von unserer  Anwältin aus unseren Vorgaben formell korrekt erstellt wurde. Für den Bundestag musste diese leider dann auf 3000 Zeichen gekürzt werden. In der Petition müssen sehr viele Paragraphen zitiert werden, um dem Bundestag verständlich zu machen, um was es uns konkret geht, es ist also eine recht trockene Lektüre 😉

Nun heisst es abwarten, ob der Bundestag entscheidet, dass die Petition von ausreichend großem öffentlichen Interesse ist. Nur dann ist sie zulässig und wird vom Bundestag auch bearbeitet und zur Unterschrift freigegeben.

Bei positivem Bescheid des Bundestags (das kann bis zu drei Wochen dauern) geht es direkt los! Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt: 50.000 Unterschriften innerhalb von vier Wochen sind die Voraussetzung dafür, dass die Petition vom Bundestag gehört wird.

Wir sind also darauf angewiesen, dass die Petition möglichst weiträumig verbreitet wird, nur so wird es möglich sein, die 50.000 Unterschriften in vier Wochen zu sammeln.

Also bitte diese Petition bekannt machen was das Zeug hält, andere Menschen auf die Petition aufmerksam machen, sie durch Verteiler schicken und und und………

Bis es soweit ist und die Petition zur Unterschrift auf der Seite des Deutschen Bundestags vorliegt, haben wir hier auf der Seite schon einige informative und aufklärende Texte rund um unsere Petition veröffentlicht. Alle Besucher der Seite sind herzlich eingeladen, in den Texten zu stöbern und sich zu informieren. Die Texte sollten aber bitte nur unter Angabe der Quelle weiterverbreitet werden.

Uns ist klar, daß diese Petition polarisieren wird. Eine sachliche und fundierte Meinugsäußerung ist jederzeit willkommen und wenn die Petition auf der Seite des Deutschen Bundestags freigeschaltet ist, kann sich jeder Interessierte dort anmelden und mit uns diskutieren.

Wir wissen auch, dass es in Deutschland bestimmt viele verantwortungsbewußte und mit dem nötigen Fachwissen ausgestattete Hobbyzüchter gibt. Diese sollten sich durch unsere Petition nicht angesprochen fühlen, denn wir sind überzeugt, gerade sie werden zu jeder Zeit bereit sein, sich einem anerkannten Zuchtverband anzuschließen, wenn sie dadurch einen Beitrag dazu leisten können, den illegalen Hundehandel und die profitorientierte Vermehrerzucht in Deutschland und in den Ostblockländern und damit das Elend unendlich vieler Hunde auszurotten.

Aber es gibt eben auch sehr viele schwarze Schafe unter den Hobbyzüchtern und es gibt Vermehrer, die sich das Deckmäntelchen des Hobbyzüchters überwerfen, um sich die Taschen auf Kosten der Hunde zu füllen. Da es für einen Laien und unbedarften Welpenkäufer eine unmögliche Aufgabe darstellt, den wirklich erfahrenen und verantwortungsbewußten Hobbyzüchter vom verantwortungslosen Vermehrer (sei es aus Deutschland oder aus den Ostblockländern) zu unterscheiden, muss das deutsche Tierschutzgesetz geändert werden und der Handel mit Hunden durch Privatpersonen muss generell verboten werden!

Zunächst hier aber einmal die ungekürzte Version der Petition, aus unseren Vorgaben von der Anwältin erstellt:

Petition zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen (ungekürzte Version)

Der Deutsche Bundestag möge eine Novellierung des Tierschutzgesetzes beschließen: Im Tierschutzgesetz muss das generelle Handels- und Zuchtverbot für Hunde jeden Alters durch Privatpersonen, die keinem in Deutschland anerkannten Zuchtverband angehören, verankert werden, damit der illegale Hundehandel in Deutschland eingedämmt wird.

Begründung:

Am 13. Juli 2013 trat das Tierschutzgesetz mit seiner 3. Änderung vom 04.07.2013 in Kraft. So
wurde unter anderem die Verbringung und Einfuhr von Wirbeltieren, die nicht Nutztiere sind, zum
Zwecke der Vermittlung gegen Entgelt oder sonstige Gegenleistung oder die reine Vermittlung
solcher Wirbeltiere selbst einem Erlaubnisvorbehalt in § 11 TierSchG unterworfen.

Der Bundesrat begründete seine Forderung der Aufnahme eines solchen Erlaubnisvorbehaltes mit
der Möglichkeit der Eindämmung des (illegalen) Welpenhandels (Drucksache Bundesrat 300/12
(Beschluss) vom 06.07.2012). Dies ist nicht ausreichend, den (illegalen) Welpenhandel im Inland
und aus dem Ausland einzudämmen. Gerade die keinem Verbot oder Erlaubnisvorbehalt
unterworfene, nicht im Sinne des § 11 TierSchG als gewerbsmäßig eingeordnete Zucht, lässt diesem
Handel weiterhin Raum.

In § 11 Abs. 1 Ziff. a) und b) Tierschutzgesetz ist lediglich die gewerbsmäßige Zucht, die
gewerbsmäßige Haltung und der gewerbsmäßige Handel mit Wirbeltieren einer Erlaubnispflicht
unterstellt. Die Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Tierschutzgesetzes
vom 9. Februar 2000 führen dazu unter Ziffer 12.2.1.5 aus, dass gewerbsmäßig im Sinne der
Nummer 3 (bezogen auf die alte Fassung des Tierschutzgesetzes, jetzt Ziffer 8) handelt, wer die in §
11 TierSchG genannten Tätigkeiten selbstständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht der
Gewinnerzielung ausübt. Weiter wird unter Ziffer 12.2.1.5.1 der Verwaltungsvorschriften
ausgeführt, dass die Voraussetzungen für ein gewerbsmäßiges Züchten von Hunden in der Regel
erfüllt sind, wenn eine Haltungseinheit 3 oder mehr fortpflanzungsfähige Hündinnen oder eine
Absatzmenge von 3 oder mehr Würfen pro Jahr erreicht.

Ein Züchter und/oder Händler unterhalb dieser Grenzen muss damit, weil er noch nicht einmal
einer Erlaubnispflicht unterworfen ist, keinerlei Sachkunde, Zuverlässigkeit oder das Vorliegen von
geeigneten Räumlichkeiten im Sinne des § 2 TierSchG nachweisen.

Vor dem Hintergrund des boomenden Geschäftes mit der (illegalen) Hundezucht – vorzugsweise
über Internetplattformen wie ebay Kleinanzeigen – ist es unzumutbar, dass trotz der erfolgten
Neuerungen im Tierschutzgesetz das entgeltliche Züchten und/oder Handeln mit Welpen und
ausgewachsenen Hunden durch Privatleute weiterhin erlaubt bleibt.

Ein Beispiel für die Normierung eines solchen Verbotes stellt das seit dem Jahre 2012 bestehende
erneuerte Tierschutzgesetz Polens dar. Dieses Gesetz untersagt jegliche Hobbyzucht und den
Verkauf von Hundewelpen und erwachsenen Tieren aus Hobbyzuchten in Polen.
Nach diesem neuen Tierschutzgesetz dürfen die Hunde von Züchtern, die nicht in einem
Zuchtverband organisiert sind, nur ohne Entgelt abgegeben werden. Somit ist der Hundehandel
von „Vermehrern“ in Polen überwiegend zum Erliegen gekommen.

Natürlich werden in Polen, wie auch in der Tschechei und in anderen Ländern Osteuropas nach wie
vor Welpen „produziert“, um die Nachfrage in den westlichen Ländern, wie zum Beispiel in
Deutschland und in Frankreich, zu bedienen. Aufgrund der herrschenden Unwissenheit und der mangelnden Sensibilisierung bezüglich der Thematik des „illegalen Welpenhandels“ finden sich auch immer mehr Abnehmer von Tieren aus solch illegalen Zuchten unter der deutschen Bevölkerung.

Das Phänomen des unkontrollierten Züchtens lässt sich auch in Deutschland vermehrt beobachten.
Insbesondere bei Rassehunden erfolgt vermehrt eine unkontrollierte Zucht. Die Welpen werden
auf Internetplattformen zum Verkauf angeboten. Immer mehr Privatpersonen ohne das nötige
Fachwissen und ohne Zugehörigkeit zu einem Zuchtverband vermehren willkürlich Rassehunde,
bieten ihren Rüden als Deckrüden an, produzieren mit ihrer Familienhündin Nachzucht und
verkaufen die von ihnen vermehrten Welpen dann für hohe Preise im Internet.

Die Hunde aus solchen nicht fachgerechten Züchtungen sind oft untergewichtig, zu jung für eine
Abgabe oder mit Erbkrankheiten wie HD (Hüftgelenksdysplasie), ED (Ellbogengelenksdysplasie)
oder OCD (Osteochondrosis dissecans) belastet. Die Folge für die unbedarften Welpenkäufer sind meist hohe Tierarztkosten und eine lange Leidensgeschichte, die sie mit ihrem Hund durchlaufen müssen.

Die einzige effektive Methode der Eindämmung solcher nicht fachgerechten Züchtungen und deren
Handel stellt eine Novellierung des Tierschutzgesetzes nach dem Beispiel Polens dar.
Wie in Polen sollen seriöse Züchter im Zuchtverband organisiert sein und strenge Auflagen
bezüglich der Auswahl der Elterntiere und der Welpenaufzucht erfüllen. Wer in Zukunft in
Deutschland Welpen oder erwachsene Tiere abgeben möchte oder muss, nicht in einem staatliche
anerkannten Zuchtverband organisiert ist und keine Erlaubnis gemäß § 11 TierSchG besitzt, der soll
diese nur noch unentgeltlich abgeben dürfen.

Alternativ zum reinen Verbot wäre das Stellen eines solchen Verkaufs unter einen
Erlaubnisvorbehalt, wie bereits die gewerbsmäßige Zucht und der Handel, also eine Erweiterung
des § 11 TierSchG, ein Mittel zur Eindämmung des „illegalen Welpenhandels“.

In Österreich ist zumindest das öffentliche Feilbieten von Tieren, auch im Internet, verboten und nur für genehmigte Haltungen, gemeldete Züchter und Tierschutzvereine, veterinärmedizinische Einrichtungen und Tierheime erlaubt. Auf diese Weise sollen die Zucht und der Handel mit Hunden allein aus wirtschaftlichen Motiven erheblich eingedämmt werden. Auch in der Schweiz ist seit dem 1.05.2013 der Verkauf von Hunden aus dem Kofferraum oder auf offener Straße gestzlich untersagt und unter Strafe gestellt. Mit dieser Gesetzesänderung im Tierseuchengesetz, will man dem unkontrollierten Welpenhandel auch in der Schweiz unterbinden.

Durch diese Vorgehensweise würde sich der deutsche Markt auch für ausländische unseriöse
Züchter als nicht mehr attraktiv darstellen und ein Verkauf von Hunden in Deutschland
unterbleiben.

Die neu eingeführte Erlaubnispflicht gemäß § 11 Abs. 1 Ziff. 5 TierSchG ist
insbesondere aufgrund mangelnder Grenzkontrollen nicht geeignet, diese Wirkung zu erzielen.

Daher fordern wir ein, im Tierschutzgesetz verankertes, Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen.

 

Hier geht es zu den weiterführenden Texten:

1. Wie die Idee entstand, eine Petition zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen einzureichen

2. „Schöne Welpen aus liebevoller Hobbyzucht zu verkaufen“ oder „wir wollten nur einmal Welpen von unserer Hündin haben“

3. Die Welpenmafia in den Ostblockländern und das Leid der Vermehrerhunde

4. Die berührende Geschichte einer als Gebärmaschine missbrauchten Vermehrerhündin

5. Handelsportale im Internet. Mehr Fluch als Segen!?

6. Wenn der Vermehrer sich „Designer“ nennt

7. Interessante Links zum Thema

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WIE DIE IDEE ENTSTAND, EINE PETITION ZUM VERBOT DES HANDELS MIT HUNDEN DURCH PRIVATPERSONEN EINZUREICHEN:
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Wir sind ein deutscher Tierschutzverein, der eng mit einem polnischen Partnerverein zusammenarbeitet.
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Durch diese Zusammenarbeit haben wir genaueren Einblick in die Situation der Tierschützer in Polen erhalten und kennen die Probleme, mit denen sie jahrelang zu kämpfen hatten.
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Unseren polnischen Tierschutzkollegen waren besonders die illegalen Hundevermehrer ein Dorn im Auge. Es gab kaum einen Markt in Polen, auf dem man nicht mehrere Verkaufsstände mit Hundewelpen aller möglichen Rassen finden konnte. Auch aus Deutschland reisten Käufer über die Grenze, um auf den polnischen Märkten billige Rassehunde zum Schnäppchenpreis zu erstehen.
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Aber die gesamte Situation hat sich in Polen inzwischen sehr entschärft. Auf den Märkten findet man viel weniger Hundewelpen und wenn die Verkäufer dort mit Welpen erwischt werden, dann machen sie sich strafbar. Auch in den Internetportalen bieten nun fast ausschließlich staatlich anerkannte Züchter oder Tierschutzorganisationen ihre Tiere an. Wenn man dort doch einmal einen Hund von Privat entdeckt, dann ist er meist in gute Hände zu verschenken. Das alles hat einen guten Grund.
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In Polen gibt es seit einiger Zeit ein neues Tierschutzgesetz. Dieses Gesetz untersagt jegliche Hobbyzucht und den Verkauf von Hundewelpen und erwachsenen Tieren aus Hobbyzuchten in Polen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen geahndet. Was keiner zunächst für möglich gehalten hat, wird nun immer mehr Wirklichkeit: Es werden so gut wie keine Welpen und Hunde von Privat mehr in Polen im Internet verkauft, denn nach dem neuen Tierschutzgesetz dürften die Hunde nur umsonst in neue Hände abgegeben werden, nicht aber für Geld verkauft werden. Somit ist der Hundehandel von nicht im Zuchtverband organisierten Vermehrern in Polen sehr dezimiert worden und die gesamte Lage hat sich aus Sicht der Tierschützer ganz wesentlich entspannt. Natürlich gibt es immer noch schwarze Schafe, die auf den Märkten im Verborgenen hinter dem Tresen mit Welpen handeln, aber diese machen sich strafbar und es drohen empfindliche Geldstrafen. Nach und nach werden auf diese Weise hoffentlich auch die letzten Welpenverkäufer von den polnischen Märkten verschwinden! Regelmäßige Kontrollen der Märkte sind dabei natürlich die Grundlage einer Durchsetzung des neuen polnischen Tierschutzgesetzes. Nur durch Kontrollen können die schwarzen Schafe unter den Händlern ausgemerzt werden.
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Leider werden natürlich in Polen, wie auch in der Tschechei, in Rumänien und in anderen Ostblockländern nach wie vor Unmengen von Welpen produziert, um die Nachfrage in den westlichen Ländern, wie zum Beispiel in Deutschland und in Frankreich zu bedienen.
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Fataler Weise haben wir hier in Deutschland noch immer kein Tierschutzgesetz, das den Handel von Privatleuten mit Welpen und Hunden verbietet. Besonders die Ebay Kleinanzeigen bieten sogenannten „Hobbyzüchtern“ ein willkommenes Portal, um Welpen und Junghunde gegen bare Münze an den Mann zu bringen. Auch die Welpenhändler sind auf diesen Zug längst aufgesprungen und so mancher Welpe, der von einem angeblichen Hobbyzüchter bei Ebay angeboten wird, kommt in Wirklichkeit aus einer Welpenfabrik im Osten. Oft sind die Anzeigen der Welpenmafia am schlechten Deutsch des Anzeigentextes zu erkennen, daran, dass die angebotenen Welpen viel zu jung sind oder daran, dass Vater und Mutter nicht zu besichtigen sind oder die Welpen an einem dubiosen Treffpunkt übergeben werden sollen. Leider erkennt jedoch nicht jeder potentielle Welpenkäufer, dass es sich um Anzeigen der Welpenmafia handelt. Das Geschäft mit der Ware Hund boomt.
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Aber nicht nur die Welpenmafia findet hier bei uns in Deutschland dank Ebay und Co. einen fruchtbaren Boden für ihren Handel, auch deutsche Privatpersonen kommen immer öfter auf die Idee, ihre Haushaltskasse durch die Vermehrung von Hunden aufzubessern. Bei den Dalmatinern ist dieses Phänomen bei den Ebay Kleinanzeigen momentan sehr gut zu beobachten. Immer mehr Privatpersonen vermehren willkürlich Dalmatiner, bieten ihren Rüden als Deckrüden an, produzieren mit ihrer Familienhündin Nachzucht und verkaufen die von ihnen vermehrten Welpen dann für doch recht stolze Summen im Internet.
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Leider sind die Welpenkäufer in Deutschland noch nicht wirklich für dieses neue Phänomen sensibilisiert und so fallen viele gutgläubige Käufer auf die Anzeigen der privaten Vermehrer im Internet herein und erwerben Welpen von Elterntieren, deren Gesundheitsstatus nicht überprüft wurde und die nicht wirklich für die Zucht geeignet wären. Die Welpen werden unter Umständen nicht sachgemäß aufgezogen, sind oftmals untergewichtig, zu jung für die Abgabe, oder mit Erbkrankheiten wie HD, ED oder OCD belastet. Die Folge für die unbedarften Welpenkäufer sind meist hohe Tierarztkosten und eine lange Leidensgeschichte, die sie mit ihrem Welpen durchlaufen müssen.
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Keine Frage, es gibt sicherlich auch seriöse und gewissenhafte Hobbyzüchter, aber wie soll der Laie diese von den vielen schwarzen Schafen unterscheiden, die sich nur ihren Geldbeutel auf Kosten der Hunde füllen möchten?! Eine fast unmögliche Aufgabe!
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Unterstützt wird diese Art des Hundehandels hier in Deutschland dadurch, dass viele Menschen die Ebay Kleinanzeigen der Vermehrer und Welpenhändler in sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook, teilen und somit den Händlern eine sehr breite Plattform bieten, um ihre Vermehrerprodukte erfolgreich zu vermarkten. Fast immer findet sich am Ende jemand, der Mitleid mit den angebotenen Welpen hat und irrwitzige Summen bezahlt, um wenigstens einen Welpen zu „retten“. Das gut gemeinte Verbreiten der Anzeigen aus Mitleid mit den angebotenen Welpen ist ein fataler Fehler, der die Geschäfte der Vermehrer fleissig ankurbelt. Der Internethandel mit Welpen und Hunden boomt. Ein Teufelskreis von Angebot und Nachfrage wurde längst in Gang gesetzt und wird nur sehr schwer wieder zu durchbrechen sein.
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Die einzige wirksame Waffe gegen diesen neu entstandenen Hundehandel hier in Deutschland ist eine Überarbeitung unseres Tierschutzgesetzes, der Handel von Privatpersonen mit Hunden muss generell verboten werden. Wir brauchen dringend die Tierschutzparagraphen, die in Polen bereits zum Erfolg geführt haben!! Wir müssen eine Änderung unseres Tierschutzgesetzes bewirken!
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Einige Vereine, wie zum Beispiel Vier Pfoten, haben bereits Petitionen ins Leben gerufen, um den Online Handel mit Tieren in den Ebay Kleinanzeigen gesetzlich verbieten zu lassen. Das ist sicherlich ein guter Ansatz, aber es reicht bei weitem nicht aus. Erst wenn der Handel mit Hunden für Privatpersonen generell gesetzlich verboten ist und Hunde nur unentgeltlich abgegeben werden dürfen, wird die Geschäftemacherei auf Kosten der Tiere ein Ende haben.
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Wir als Verein haben daher beschlossen, uns aktiv mit diesem Problem zu beschäftigen und eine Petition zu verfassen in der wir fordern, Gesetze zu schaffen, die den Handel von Privatleuten mit Hunden in Deutschland generell verbieten. Wie in Polen sollen seriöse Züchter im Zuchtverband organisiert sein und strenge Auflagen bezüglich der Auswahl der Elterntiere und der Welpenaufzucht erfüllen. Wer in Zukunft in Deutschland Welpen abgeben möchte oder muss, der soll diese unentgeltlich und mit Schutzvertrag an neue Besitzer oder an den Tierschutz übergeben. Auf diese Weise wird den „Hobbyvermehrern“ mit den Dollar Zeichen in den Augen – genau wie in Polen – ein Riegel vorgeschoben und die Zahl der angeblich „unabsichtlich“ erzeugten Würfe, der „unsere Hündin sollte einmal Welpen haben“ Würfe und der „ aus Hobbyzucht“ Würfe würde verschwindend gering werden.
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Auch die ausländischen Welpenhändler hätten dann ihren Markt für Hundewelpen hier bei uns in Deutschland verloren und vielen Tieren bliebe fürchterliches Leid erspart. Mit Hilfe der neuen Gesetze wäre kein Geschäft mehr mit denen im Hinterzimmer erzeugten Welpen zu machen und Pseudo- Hobbyzüchter und Vermehrer würden sich hüten, Welpen zu produzieren, die ihnen nur Kosten, aber keinerlei Einnahmen bescheren.
Der Teufelskreis von Angebot und Nachfrage kann nur durch eine Änderung unseres Tierschutzgesetzes durchbrochen werden: Der Handel mit Hunden muss generell und ohne jede Ausnahme für Privatpersonen verboten werden. Nur so kann das Elend der Vermehrerhunde ein für alle mal beendet werden.
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Darum bitten wir Sie, unterschreiben auch Sie unsere Petition gegen den Handel mit Hunden durch Privatpersonen! Helfen auch Sie, dem Hundehandel und der Vermehrerzucht einen Riegel vorzuschieben!
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An dieser Stelle werden Sie nach Veröffentlichung unserer Petition beim Deutschen Bundestag den direkten Link zur Petition finden!

 

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SCHÖNE WELPEN AUS LIEBEVOLLER HOBBYZUCHT ZU VERKAUFEN“ oder: „WIR WOLLTEN NUR EINMAL WELPEN VON UNSERER HÜNDIN HABEN“

.Auch der folgende Text gehört zu einer Reihe von informativen Texten, die unsere Petititon zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen begleiten.
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Vorab:
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Wir wissen, dass es in Deutschland sehr viele verantwortungsbewußte und mit dem nötigen Fachwissen ausgestattete Hobbyzüchter gibt, diese werden sich aber durch die Schilderungen in diesem Text nicht angesprochen fühlen. Wir sind auch davon überzeugt, dass eben diese verantwortungsbewußten und kompetenten Hobbyzüchter zu jeder Zeit bereit sein werden, sich einem anerkannten Zuchtverband anzuschließen, wenn sie dadurch einen Beitrag dazu leisten können, den illegalen Hundehandel und die profitorientierte Vermehrerzucht in Deutschland und in den Ostblockländern auszurotten.
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Das hier geschilderte Szenario bezieht sich auf die schwarzen Schafe unter den Hobbyzüchtern, die unter dem Deckmäntelchen des „liebevollen Hobbyzüchters“ finanzielle oder persönliche Interessen verfolgen und das im seltensten Fall zum Wohle der Hunde. Auch die illegalen Welpenhändler aus den Ostblockländern haben längst erkannt, wie man seine Verkaufsanzeigen formulieren muss, um beim ahnungslosen Welpenkäufer als Hobbyzüchter durchzugehen.
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Da es für einen Laien und unbedarften Welpenkäufer eine unmögliche Aufgabe darstellt, den wirklich erfahrenen und verantwortungsbewußten Hobbyzüchter vom verantwortungslosen Vermehrer (sei es aus Deutschland oder aus den Ostblockländern) zu unterscheiden, muss das deutsche Tierschutzgesetz geändert werden und der Handel mit Hunden durch Privatpersonen muss generell verboten werden.
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„SCHÖNE WELPEN AUS LIEBEVOLLER HOBBYZUCHT ZU VERKAUFEN“ oder: „WIR WOLLTEN NUR EINMAL WELPEN VON UNSERER HÜNDIN HABEN“

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Die Gründe, warum Menschen ohne jede Erfahrung und ohne sich vorher das nötige Wissen angeeignet zu haben, plötzlich auf die Idee kommen, unter die Züchter zu gehen, sind unermesslich und für realistisch denkende Menschen manches mal nur schwer nachvollziehbar. Neben den skrupellosen und profitorientiertenVermehrern, die inzwischen erkannt haben, dass das Deckmäntelchen des liebevollen Hobbyzüchters ihnen neue Verkaufsmöglichkeiten erschließt, gibt es auch die Art von Hobbyzüchtern, die einfach aus dem Bauch heraus entscheidet, einmal Welpen zu produzieren oder diejenige, die mit Hilfe der Welpen auf einfache Weise die knappe Haushaltskasse aufbessern will.
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Die illegalen Vermehrer lassen wir an dieser Stelle außen vor, mit ihnen beschäftigen wir uns in anderen Beiträgen, und werfen in diesem Text einen genaueren Blick auf die privaten Hobbyzüchter „der anderen Art“:
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In Sachen Hundezucht setzt so mancher blauäugige Hobbyzüchter“ ganz unbedarft auf die Natur, die das Ganze schon richten wird und ist sich sicher, dass bei der Geburt seiner Hündin alles gut gehen wird und – wenn das dann doch mal nicht der Fall sein sollte – dann hätte er ja schließlich noch den Tierarzt seines Vertrauens, der das Ganze dann sicher wieder richten würde.
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Ist doch ausserdem ganz einfach, die Welpen kommen zur Welt, werden von der Mutter gesäugt, spielen süß miteinander und schwuppdiwupp sind sie 8 Wochen alt und dank diverser Internetplattformen und Facebook (man ist inzwischen in allen wichtigen Gruppen registriert) stehen die Käufer sicherlich bald Schlange“
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„Wir möchten nicht professionell züchten, nur zum Hobby, wir sind ja schließlich keine Vermehrer … wir brauchen keine Papiere … der Tierarzt hat sich unsere Hündin beim letzten Impfen angeschaut und meinte, daß sie gesund wäre …und schließlich sollte ja jede Hündin wenigstens einmal Welpen haben…..“
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Menschen, von denen man diese Aussagen zu hören bekommt, nennen meist eine entzückende Familienhündin ihr eigen, die zwar weder über Papiere verfügt noch über irgendeinen wirklich nachvollziehbaren Abstammungsnachweis, auch ist sie nie auf HD, ED oder OCD geröntgt, oder auf erbliche Augenkrankheiten oder Gendefekte untersucht worden, aber sie war ja schließlich noch nie ernsthaft krank, hat nie wirlich schlimm gelahmt und sie hat ja so eine entzückende Art, einen anzusehen.
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Leider wissen diese selbsternannten Züchter überhaupt nichts über die Eltern, Großeltern und Ur-Großeltern Ihrer Hündin, weil es keine Aufzeichnungen darüber gibt, da es eben kein im VDH oder einem anderen Zuchtverband registrierter Hund ist. „Aber das ist doch egal“ werden Bedenken kritischer Mitmenschen von dieser Art von „Hobbyzüchtern“ vom Tisch gewischt. „Der Charakter ist doch wichtig und nicht die Papiere“
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Aber ist das wirklich so egal?
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Haben diese „Hobbyzüchter“ schon einmal darüber nachgedacht, dass der Uropa ihrer entzückenden Hündin vielleicht mit drei Jahren blind wurde und die Oma vielleicht von Hautkrankheiten oder Allergien befallen war? Haben sie in Erwägung gezogen, dass vielleicht die Schwester der Mutter ihrer so niedlich dreinschauenden Hündin überängstlich und wesensschwach war, der Bruder dafür wegen einer schweren HD eingeschläfert werden mußte?
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Das klingt unwahrscheinlich für Sie? Warum eigentlich?
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Genauso unwahrscheinlich wie dieses beschriebene Schreckenszenario ist es doch, dass alle Vorfahren kerngesund waren. Wer sich mit Hundezucht ernsthaft beschäftigt hat, der weiss, dass sich nicht nur Krankheiten und körperliche Defekte weitervererben, sondern auch Wesenszüge. Daher erfolgt doch die Selektion einer seriösen Zucht immer über Gesundheit UND Wesen.
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Nun zum erwählten Deckrüden. Er ist meist der Hund des Nachbarn (praktisch, weil nah!), eine Gassibekanntschaft (passt doch, die spielen ja immer so schön zusammen) oder man hat ihn in den Ebay Kleinanzeigen gefunden („Mein Kalle freut sich auf nette Damen zum Decken“). Natürlich ist dieser potentielle Welpenvater auch kein im Zuchterverband registrierter Rüde, denn der würde ja eine Hündin ohne vom Verband bescheinigte Zuchttauglichkeit gar nicht erst decken. Also hat der hoffnungsvolle Hobbyzüchter auch hier nicht die leiseste Ahnung, welche Gene der Rüde in sich trägt und welche Krankheiten er weitervererben wird. Man spielt Russisch Roulette auf Kosten der Hunde.
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Dann mal los, die Vorraussetzungen sind gut! Man erwartet sehnsuchtsvoll die nächste Hitze der Familienhündin, um dann frisch und frei loszulegen mit der Hundezucht.
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Das klingt bis hierher geradezu himmlisch unkompliziert und günstig war es bis dato auch!
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Aber hat sich der „liebevolle Hobbyzüchter“ vorab das Wissen und Können angeeignet, um wirklich mit seiner Hündin gesunde Welpen zur Welt bringen zu können und diese artgerecht aufzuziehen? Ist er, wie die registrierten Züchter, geprüft nach §11 Tierschutzgesetz? In den meisten Fällen ist das leider nicht der Fall! Rudimentäres Halbwissen, erworben in Facebookgruppen und aus Erzählungen von Bekannten, die mal mit einem Züchter gesprochen haben, muss doch wohl auch genügen. Das ist ja schließlich „Natur“, das wird schon klappen.
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Hundezüchter ist leider kein Ausbildungsberuf, aber man sollte doch von jedem, der sich mit dem Gedanken der Zucht trägt, erwarten können, daß er sich vorab das nötige Wissen und Können aneignet, wie das bei VDH Hundezüchtern seit 2014 Pflicht ist, um eine Zuchterlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz zu bekommen. Welche Menschenmutter wollte denn bei ihrer bevorstehenden Geburt von einer Hobbyhebamme ohne Sachkenntnis betreut werden? Wohl keine. Nur zur Information, eine geprüfte Hebamme hat eineAusbildungszeit von drei Jahren mit mindestens1600 Stunden Theorie und mindestens 3000 Stunden Praxis hinter sich gebracht, bevor sie auf werdende Mütter losgelassen wird. So eine arme Familienhündin kann sich dagegen nicht aussuchen, ob sie vom Nachbarsrüden gedeckt wird und vielleicht bei der Geburt ihr Leben lassen muss, weil der „liebevolle“ Hobbyzüchter nicht erkannt hat, dass ein Kaiserschnitt von Nöten ist.
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Ein nicht sachgemäß ausgebildeter Hobbyzüchter spielt Gott! Er setzt das Leben seiner Hündin und der ungeborenen Welpen aufs Spiel. Mit welcher Berechtigung?
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Aber zurück zu den beiden werdenden Hundeeltern. Die Hündin wird endlich läufig und man läßt der vielbeschworenen Natur ihren Lauf. Wunderbar! In diesem Moment vereint sich die, wie auch immer geartete, genetische Vorbelastung der Familienhündin mit der des Nachbarrüden. Wie spannend.
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Die Hündin ist tragend, das sieht man ihr an, den Gang zum Tierarzt für das bildgebende Verfahren, welches zeigen könnte, wieviel Welpen die Hündin trägt und ob soweit alles in Ordnung ist, den spart man sich. Wird schon gut gehen!Man muss ja auch nicht gewaltsam Kosten erzeugen. Passt schon, wir wissen ja, die Natur…….
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Nach 63 Tagen kündigt sich also die Geburt an (der Hobbyzüchter hat nachgefragt in der entprechenden Facebookgruppe, der Termin passt!) Dank lieber Facebookfreunde hat er inzwischen sogar so etwas wie eine Wurfkiste organisiert und Handtücher liegen auch bereit. Die Geburt der Welpen hat er sicherheitshalber schon vorab auf den entsprechenden Internetplattformen kundgetan, potentielle Käufer sollen ja schließlich wissen, was auf sie zukommt! Das Fachwissen ist noch immer dürftig, aber zur Not kann er ja schnell auf Facebook nachfragen, wie es weitergehen soll. Dann mal los, die vielbeschworene Natur nimmt ihren Lauf:
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Der erste Welpe kommt und dann…………… lange nichts. Die Hündin schaut bedröppelt aus der Wäsche, nicht wirklich angetan von dem, was ihr da widerfährt und der zuvor so motivierte Hobbyzüchter ist ratlos. Was nun? Dem ersten Welpen (der auch nicht wirklich glücklich wirkt) helfen, beim zweiten Welpen nachhelfen, oder doch lieber erst in einer Facebookgruppe das weitere Vorgehen erörtern? Der Hobbyzüchter entscheidet sich sicherheitshalber für Facebook, der erste Welpe wird sich schon zwischenzeitlich selbst von der Geburt erholen, ist doch Natur!! Panische Frage auf Facebook in der „Geburtengruppe“ um zu erfahren, wie es weitergeht! Binnen zehn Minuten zweihundertdreiundsiebzig Antworten, davon 67 üble Beschimpfungen, 84 „Oh wie niedlich, willkommen in unserer Gruppe“ und unendlich viele verschiedene Ratschläge, wie der Rest der Geburt zu absolvieren sei. Dazwischen immer wieder Horrorgeschichten über misslungene Geburten oder ein aufmunterndes „Mach Dich nicht verrückt, bei uns hat das auch alles gut funktioniert.“ Der Hobbyzüchter ist nun gänzlich verwirrt und eilt zu seiner Hündin zurück, nicht ohne sich vorher noch bei den 67 Kritikern in der „Geburtengruppe“ auf Facebook gerechtfertigt zu haben und im Anschluß ganz schnell alle gesperrt zu haben, denn er ist ja schließlich kein Vermehrer und Kritiker kann man nun wirklich gar nicht gebrauchen!
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Zwischenzeitlich hat sich die Hündin im Nebenzimmer erholt und ganz alleine die restlichen neun Welpen zur Welt gebracht, ganz ohne Facebook und den liebevollen Hobbyzüchter. Wenn man es so sieht, ein glimpflicher Ausgang der Sache.
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Aber seien Sie sich sicher, so läuft es in der Realität nicht immer ab. Schon bei der Geburt kann so viel passieren, dass ein unerfahrener Hobbyzüchter ohne erfahrene Hilfe mit fliegenden Fahnen untergeht und dabei das Leben seiner Hündin und der Welpen aufs Spiel setzt.
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Was, wenn die Hündin einen Kaiserschnitt braucht? Was, wenn Welpen tot zur Welt kommen oder falsch liegen? Ja, was macht der liebevolle Hobbyzüchter dann? Und hat er schon jemals Welpen abgenabelt….ach nein, das läßt er ja auch die Hündin machen, die dann entweder zu kurz abnabelt oder gar nichts macht. Ist ja Natur! Sicher gibt es auch die Traummutter unter den Hündinnen, die alles richtig macht, aber woher will der Hobbyzücher wissen, dass seine das kann? Und wenn sie es nicht kann, was dann? Wieder bei den Facebookfreunden nachfragen?
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Weiss so ein liebevoller Hobbyzüchter überhaupt, was es heisst, einen kompletten Wurf mit der Flasche aufzuziehen, wenn die Hündin verstirbt oder ernsthaft erkrankt? Weiss er, wie es sich anfühlt, bei zehn Welpen täglich pro Welpe fünf bis sechs Häufchen wegzuräumen, vom Alter von drei bis 12 Wochen? Weiss er, dass er die Wurfkiste penibel sauber halten muss, manchmal stündlich alle Decken wechseln muss? Wäsche wie bei einer Großfamilie und dazu noch ständig ein Auge auf Mutter und Welpen haben, schwächere Welpen an die Zitzen anlegen und aufpassen, dass stärkere Welpen sie nicht immer wegdrücken, dann ab der dritten Woche die riesige Sauerei bewältigen, wenn die Welpen selber fressen und die Schlammschlacht beginnt. Ab der vierten/fünften Woche dann die Sozialisierung der Welpen, die Gewöhnung an Alltagsgeräusche und die Umwelt, damit sie nicht scheu und ängstlich bleiben. Ja, Welpen aufziehen bedeutet eine unglaublich Arbeit und das über mindestens 8 Wochen, 24 Stunden, Tag und Nacht. Hat sich der Hobbyzüchter das vorher bewußt gemacht? Hat er die Zeit, das Geld und die Nerven dafür?
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Was, wenn der ganze Wurf krank ist? Was, wenn es Komplikationen gibt bei der Geburt, wenn vielleicht die Hündin stirbt oder eine Infektion bekommt? Was, wenn der Tierarzt alle zwei Tage kommen muss, weil der ganze Wurf eine massive Darminfektion hat? Was, wenn die Welpen nicht gut zunehmen, vielleicht gar nicht wie Rassehunde aussehen, blind oder taub sind oder fehlgestellte Zähnchen bekommen?
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Wo sind dann die Käufer, die Schlange stehen? Solche Welpen kauft dem Hobbyzüchter niemand ab. Und wenn doch, dann werden sich nach Abholung der Welpen die Beschwerden häufen, Rückerstattungen von Tierarzt Kosten werden auf den Hobbyzüchter zukommen, oder gar Rückgabe der kranken Welpen.
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Im schlimmsten Fall bleibt der Hobbyzüchter auf zehn nicht gesunden Welpen sitzen, hat immense Tierarztkosten zu tragen und verliert vielleicht auch noch seine geliebte Familienhündin.
Aber gehen wir mal nicht vom schlimmsten Fall aus. Wir gehen davon aus, die Welpen sind acht Wochen alt, sieben Welpen sind augenscheinlich gesund, zwei der zehn Welpen sind taub und ein Welpe lahmt schon jetzt auffällig vorne rechts. Der liebevolle Hobbyzüchter sucht nun Käufer für seine Zuchtprodukte.
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Dann mal los! Gesundheitsnachweise gibt es genauso wenig wie Papiere. Da die Eltern keinen belegten Gesundheitsstatus haben, kann der Hobbyzüchter auch keine Auskunft zur gesundheitlichen Zukunft seiner Welpen geben. Das spätere Aussehen der jetzt so niedlichen Welpen? Also so ganz genau kann man da auch nichts sagen, man kennt ja die weiteren Vorfahren nicht. Könnte ja sein, dass ganz weit hinten mal ein Pointer drin war, da man sich sowieso schon wundert, einen ganz schwarzen Wurf bei zwei fast weissen Elterntieren zu haben. Auch der hinzugezogene Bekannte, ein Professor der Genetik, wundert sich. Man einigt sich mit dem Professor, einfach eine neue Rasse draus zu machen, Hybridhunde sollen ja enorm modern sein.
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Also, wie nun möglichst schnell Käufer für die Welpen ködern? Bleiben zwei Varianten: Über den Preis oder über die Mitleidsmasche. Bei Facebook funktioniert bekanntlich besonders die Mitleidsmasche sehr gut. Über den Preis ist sowieso schlecht, da der liebevolle Hobbyzüchter ja doch schon viel mehr investiert hat, als ihm vorher bewußt war und außerdem will man seine Welpen ja nicht mit den Welpen aus dem Kofferraum vom Welpenhändler aus dem Ausland gleichstellen. Denn, wie man am Anfang schon betonte; man ist ja schließlich alles, nur kein Vermehrer!!
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Über Facebook und diverse Internetportale, in denen unser liebevoller Hobbyzüchter die Welpen möglichst positiv dargestellt hat, hat er schließlich fast alle Welpen an den Mann und die Frau gebracht, die zwei tauben Welpen haben auch über Facebook durch fleissiges Teilen und die wohlbekannte Mitleidsmasche Liebhaber gefunden, nur den Welpen mit der Gehbehinderung durch starke ED hat er an den Tierschutz abgegeben, sollen die Tierschützer doch ein schönes Zuhause für das Tier suchen, dafür sind sie doch schließlich da!
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Die Welpen sind nun endlich ausgezogen, die Tierarzt Rechnungen noch nicht alle bezahlt und das Haus renovierungsbedürftig. Der Hobbyzüchter atmet auf. Aber es ist noch nicht vorbei:
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Erkranken die vom Hobbyzüchter verkauften Welpen an erblichen Krankheiten, so muss auch er dem Käufer gegenüber finanziell dafür gerade stehen. (Das belegen Gerichtsurteile.)
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Oder der Käufer möchte den zum Junghund gewordenen Welpen plötzlich nicht mehr, weil der immer bellt oder vor Angst zittert wenn er das Haus verlassen soll, Es gibt tausend und einen Grund, warum Menschen sich der angeschafften Welpen und Junghunde wieder entledigen wollen.
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Und wenn der einst so motivierte Hobbyzüchter seine hohen Ambitionen zwischenzeitlich unter Tierarztrechnungen begraben hat und nicht mehr ansprechbar ist für seine Welpenkäufer, ganz nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“, na auch gut, dann landen diese Welpen und Junghunde eben in den Kleinanzeigenportalen und werden von wohlmeinenden Menschen fleissig auf Facebook geteilt, es wird sich schon ein guter Mensch finden, der diese im Zweifelsfall gestörten oder kranken Hunde aufnimmt und für seine gute Tat noch bare Münze zahlt. Sind die Junghunde dann in kürzester Zeit durch mehrere Hände gegangen, dann landen sie – wenn sie Glück haben – beim Tierschutz. Aber macht ja nichts, dafür ist der Tierschutz ja schließlich da.
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Vielleicht findet sich aber auch ein cleverer Vermehrer, der über die Ebay Kleinanzeigen noch eine günstige unkastrierte Junghündin für seinen nächsten Wurf zum kleinen Preis und ohne lästige Nachfragen ersteht. Damit schließt sich der Kreis.
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Und das alles dafür, dass der Hobbyzüchter einmal im Leben Welpen mit seiner Hündin haben wollte? Vielleicht sollte der Hobbyzüchter einmal in den Spiegel schauen und sich fragen, ob er für noch mehr Hundeelend verantwortlich sein möchte!
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Und sagen Sie jetzt bloß nicht: „Aber einmal im Leben Welpen haben ist doch schön!“
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NEIN, DAS IST ES NICHT, das ist eine ganz dumme Idee, hervorgebracht von Menschen die nicht fünf Minuten über das nachdenken, was sie da vorhaben!
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Darum bitten wir Sie, unterschreiben auch Sie unsere Petition gegen den Handel mit Hunden von Privatpersonen! Helfen auch Sie, dem Hundehandel und der Vermehrerzucht einen Riegel vorzuschieben.
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An dieser Stelle werden Sie nach Veröffentlichung unserer Petition beim Deutschen Bundestag den direkten Link zur Petition finden!

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DIE WELPENMAFIA IN DEN OSTBLOCKLÄNDERN UND DAS LEID DER VERMEHRERHUNDE
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Auch der folgende Text gehört zu einer Reihe von informativen Texten, die unsere Petititon zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen begleiten.
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Jeder kennt inzwischen den Begriff „Welpenmafia“, jeder hat schon in den Nachrichten die schrecklichen Bilder gesehen, von auf deutschen Strassen angehaltenen Transportern, vollgepfropft bis unters Dach mit kranken und toten Welpen aus dem Osten. Die Welpen, die noch leben, enden dann totkrank in deutschen Tierheimen, wo man verzweifelt versucht, sie wieder aufzupäppeln.
Aber leider denkt nicht jeder weiter, nicht jeder macht sich bewußt, wieviel Leid hinter diesem einen angehaltenen Transporter steckt:

Da sind die Zuchthündinnen der Vermehrer in den Ostblockländern, die über viele Jahre in winzigen Zwingern, in Ställen, in Hinterhöfen, in Kellerlöchern im Dreck ihr Dasein fristen müssen. Ihre Pfoten haben noch nie das Gras einer Wiese berührt, oft haben sie noch nie das Tageslicht gesehen. Sie bringen ihre Welpen auf Betonboden zur Welt und geben alles -auch ihr Leben – um ihre Welpen großzuziehen. Sie fristen ihr Dasein als Gebärmaschinen, ohne menschliche Wärme und Ansprache, meist sterben sie irgendwann hinter den Gitterstäben im Dreck an einer Infektion oder vor Erschöpfung. Diejenigen, die es durch eine glückliche Fügung schaffen, der Vermehrerhölle zu entkommen, leiden unter Milben- und Wurmbefall, sind übersäht mit offenen und entzündeten Hautstellen, haben riesige Gesäuge-Leisten, bösartige Tumore oder Gebährmutter-Enzündungen. Sie sind meist schwer traumatisiert, vertrauen nie wieder einem Menschen, ziehen sich völlig in sich selbst zurück. Ihre Seelen sind vor langer Zeit in den Zwingern gestorben.

Da sind die Welpen, die es erst gar nicht bis zur „Auslieferung“ in den Westen schaffen, die elendiglich an Infektionskrankheiten in dreckigen Löchern sterben, die degeneriert zur Welt kommen und von den Vermehrern totgeschlagen werden wie Ratten oder noch lebend im Müll entsorgt werden, wenn sie nicht vorher schon von halb verhungerten Leidensgenossen aufgefressen werden.
Da sind die Welpen, die das „Glück“ hatten, ihre ersten paar Wochen in der Vermehrerhölle zu überleben und die nun illegal kreuz und quer durch Europa in kalten und dunklen Transportern zu Wiederverkäufern gekarrt werden. Viele von ihnen todkrank, mit Parvovirose oder Zwingerhusten infiziert. Meist sind sie noch keine sechs Wochen alt, wenn sie auf ihre Reise in den Westen gehen. Viele von ihnen sterben noch auf dem Transport, andere dann bei den neuen Besitzern oder in deutschen Tierheimen, die der Flut der aufgenommenen kranken Welpen nicht Herr werden.
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Der Welpenmafia ist es völlig egal ob die Welpen mit ihren neuen Besitzern ein glückliches Leben führen werden – für sie zählt nur, die Hunde so schnell wie möglich an den Mann zu bringen, denn jeder lebend verkaufte Welpe füllt ihre Kassen. Je schneller der Welpe auf dem Markt verschwindet, je eher kann nachproduziert werden. Ein nicht verkaufter Welpe kostet nur! Welpen sind Ware, eine verderbliche Ware, denn in den meisten schlummern bereits Infektionen und Erbkrankheiten. Die Ware „Welpe“ hat ein Verfallsdatum und daher muss alles raus, je schneller, je besser!
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Welpenproduktion wird von den Vermehrern rein wirtschaftlich betrachtet. Man muss kostengünstig produzieren, da schaut man nicht auf die Qualität der Elterntiere, oder deren Gesundheit. Tierärztliche Versorgung gibt es nicht, die Unterbringung muss kostengünstig sein, meist im eigenen Keller oder in einem dreckigen Hinterhof. Infektionskrankheiten wie Parvovirose sind an der Tagesordnung und werden durch die illegal eingeführten Welpen auch bei uns wieder verbreitet.
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Die meisten Welpen kommen aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die offenen EU-grenzen zu den Ostblockländern machen es der Welpenmafia leicht und das skrupellose Geschäft mit der „Ware“ Hund blüht mehr denn je, die Nachfrage steigt stetig.
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Ihre Impfpässe sind gefälscht, eventuell vorhandene Papiere ebenso. Meist tragen sie schon tödliche Krankheiten in sich, brechen kurz nach der Übergabe an den Käufer dann endgültig zusammen.
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Menschen unterstützen durch ihr Kaufverhalten den illegalen Welpenhandel! Sie suchen entweder das Hunde-Schnäppchen im Internet, oder organisieren über Facebook eine vermeintliche „Rettungsaktion“ eines „armen“ Welpen durch einen Spontankauf.
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Genau dieses Verhalten ist von der Welpenmafia einkalkuliert und bringt ihr lukrative Geschäfte ein. Angebot lohnt sich nur dort, wo eine Nachfrage besteht. Ob diese Nachfrage aus der „Geiz ist Geil Mentalität“ der Käufer entstanden ist oder aus falschverstandener Tierliebe und Mitleid, das ist den Hundehändlern egal. Auch spontane Käufe, die aus Mitleid getätigt werden, unterstützen ihre unseriösen Machenschaften und kurbeln ihr Geschäft nur noch weiter an.
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Wegen der unzureichenden Gesetzeslage hier bei uns in Deutschland sind Online Kleinanzeigen ein regelrechtes Paradies für Welpenhändler. Was sich früher auf polnischen Märkten abspielte, das läuft jetzt über das Internet hier bei uns in Deutschland ab. Da der Handel mit Hunden in Polen für Privatpersonen bereits verboten ist, drängen die Vermehrer mit ihrer in Polen nicht mehr zu veräußernden Ware Hund auf den deutschen Markt. Wer sich auskennt, der erkennt längst ihre- oft in holprigem deutsch formulierten-Anzeigen, in denen nicht selten dieselben Welpen deutschlandweit mit verschiedenen Handynummern und dem gleichen Foto immer wieder als „liebevoll in der Familie aufgezogen“ angeboten werden. Oder aber ein paar Wochen ältere Junghunde werden wegen angeblicher Allergie, beruftlicher Veränderung oder Krankheit eines Familienmitglieds abgegeben, die Inserate sollen das Mitleid der potentiellen Käufer erregen und diese zum unüberlegten Kauf bewegen. Auch hinter diesen Anzeigen stehen sehr oft Hundehändler, denn spricht man den Inserenten darauf an, warum er denn den Hund, wenn er legal hier in Deutschland vom Züchter erworben wurde, nicht an diesen zurückgibt, dann erhält man nur schwammige Ausreden als Antwort.
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Ebay und Co. bieten den Vermehrern eine wunderbare Plattform, um ihre Ware „Hund“ unter die Leute zu bringen. Immer wieder tauchen Anzeigen mit einzelnen Welpen auf, die aus besonderen Gründen schnell eine Familie suchen, schon an den Bildern erkennt der Profi die Hundemafia, aber leider gibt es immer noch genug unbedarfte Menschen, die auf diese Anzeigen hereinfallen und das vermeintliche Schnäppchen erwerben oder zumindest die Anzeige des Vermehrers ohne nachzudenken in den sozialen Netzwerken verbreiten und dort um Hilfe für den angebotenen Welpen bitten. Mitleidskäufe gehören zum Geschäftsmodell der Welpenmafia!
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Darum bitten wir Sie, unterschreiben auch Sie unsere Petition gegen den Handel mit Hunden von Privatpersonen! Helfen auch Sie, dem Hundehandel und der Vermehrerzucht einen Riegel vorzuschieben.
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Sie möchten außer mit einer Unterschrift auch aktiv helfen, sie möchten nicht einfach nur zuschauen, sie möchten handeln und wissen nicht, was Sie tun können?
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Die Antwort ist ganz einfach:
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Wenn Sie selbst solche Anzeigen im Internet entdecken, dann kontaktieren Sie ruhig den Verkäufer, aber bitte machen sie nicht den Fehler, sich als potentieller Käufer auszugeben!!! Erklären Sie lieber Ihrem Gegenüber am Telefon, auch wenn Sie vermuten dass es ein Hundehändler sein könnte/oder sogar gerade dann, dass es Tierschutzvereine und Tierheime gibt, die sich um nicht mehr gewollte Hunde kümmern und ihre weitere Vermittlung übernehmen. Machen Sie ruhig zur Probe den Vorschlag, den Welpen oder Junghund doch zurück zum Züchter zu geben und Sie werden schnell bemerken, mit wem Sie es am Telefon zu tun haben. Wenn sich bei den Hundehändlern statt potentieller Kunden nur noch Menschen melden, die sie über die Möglichkeiten der unentgeltlichen Abgabe Ihrer Tiere an den Tierschutz aufklären, dann wird deren lukratives Geschäft mit der Ware Hund sehr schnell zu einem Nerven- und Zeit raubenden Geschäftsmodell ohne Verdienstmöglichkeiten. Die Ware Hund wird uninteressant.
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Unterstützen Sie aktiv und finanziell Tierschutzvereine und lokale Tierheime bei Ihnen vor Ort, damit diese auch wirklich die Möglichkeit haben, die Tiere im Zweifelsfall aufzunehmen und zu versorgen. Geben Sie den Internet Verkäufern niemals Geld in die Hand! Spenden Sie die Summe lieber einem Tierschutzverein Ihrer Wahl! Tätigen Sie niemals Mitleidskäufe über das Internet und verleiten Sie keine anderen Menschen zu Mitleidskäufen, indem Sie die Anzeigen der Vermehrer in sozialen Medien verbreiten. Für den einen Hund, dem Sie auf diese Weise vielleicht helfen könnten, kommen zehn neue Welpen aus der Vermehrerhölle nach, das Elend endet nie.
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Ohne Nachfrage kein Angebot! Ohne die Möglichkeit, die Hunde/Welpen schnell an den Mann zu bringen, kein Geld in den Taschen der Hundehändler. Ohne die Möglichkeit, Geld zu verdienen, kein Interesse der Hundehändler, weitere Tiere illegal nach Deutschland zu bringen. Ohne Absatzmöglichkeiten hier im Westen, keine Vermehrerhöllen mehr in den Ostblockländern. Ohne Vermehrerhöllen, kein Leid der Zuchthündinnen und Welpen.
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So wird der Teufelskreis von Angebot und Nachfrage mit Ihrer Hilfe und mit der Hilfe einer Änderung des Tierschutzgesetzes endlich durchbrochen und das Leid der Vermehrerhunde hat ein für alle mal ein Ende.
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DIE BERÜHRENDE GESCHICHTE EINER ALS GEBÄRMASCHINE MISSBRAUCHTEN VERMEHRERHÜNDIN

Auch der folgende Text gehört zu einer Reihe von informativen Texten, die unsere Petititon zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen begleiten.
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SÜSSE WELPEN ZU VERKAUFEN

In dem Stall ist es dunkel und kalt. Mein Name ist „Hund”, ich bin 4 Jahre alt und hier in Dunkelheit geboren. Um den Hals trage ich eine viel zu enge Kette mit der Nummer 286 und lebe in Zwinger Nr. 5, direkt neben meiner Mutter. Gegenüber lebt meine Tante, hinter mir höre ich meine Schwester bellen. Ach, irgendwie sind wir hier alle miteinander verwandt. Ich bin seit fast 60 Tagen schwanger und bekomme zum 7. Mal Babies. Den Stall habe ich noch nie verlassen. Grünes Gras und Sonnenlicht kenne ich nur aus Erzählungen meiner Mutter. Mein Magen grummelt – ich habe solch einen Hunger! Hoffentlich bekommen wir heute Abend noch ein wenig Brot.

Ein paar Tage später…
In der Nacht sind meine Welpen zur Welt gekommen. Hineingeboren in die Dunkelheit und Kälte. 5 kleine Welpen liegen auf dem kalten Boden und ich versuche sie mit meinem ausgemergelten Körper warm zu halten. Ein kleines Mädchen bewegt sich nicht mehr. Ich stupse sie mit meiner Nase an, aber sie hat die ersten Stunden leider nicht überlebt. Die anderen Welpen drängen an die Milchbar – viel Milch habe ich nicht und so haben meine kleinen Babies genauso viel Hunger wie ich auch.

Da kommt der Mann und schaut in meinen Zwinger. Wortlos nimmt er mir das tote Welpenbaby weg und wirft es achtlos in einen Eimer. Ich krieche zu meinen anderen Babies zurück und lege mich schützend über sie. Ich bekomme ein paar Scheiben Brot hingeworfen, welche ich gierig verschlinge. Dann schließt die Tür und ich bin mit meinen Babies wieder alleine.

Fünf Wochen später…
Die Tür wird aufgerissen und vor Schreck springe ich in die Ecke. Doch ohje! Der Mann greift nach meinen Babies und trägt sie alle weg! Ich fange laut an zu bellen und will meine Kinder verteidigen. Aber ich spüre einen harten Tritt in meinen Bauch. Ich schleudere in die Ecke und als ich wieder klar schauen kann, sind meine Babies weg! Wieder hat man mir alle genommen! Immer und immer wieder das gleiche! Traurig lege ich mich in die Ecke und rieche den Babygeruch, der so langsam verfliegt… mein Gesäuge wird immer härter und heißer – es tut weh und ich spüre ganz deutlich die Stelle, wo mich vorhin der Stiefel getroffen hat! Ich wimmere leise vor mich hin – wo sind meine Babies? Sie müssen doch noch trinken, mein Gesäuge tut so weh. Aber ich bin wieder alleine in der Dunkelheit und Kälte.

Mir wird es abwechselnd heiß und kalt. Matt liege ich in der Ecke. Das Fieber lässt mich schütteln und ich denke besorgt an meine Babies. Wie es ihnen wohl gehen mag? Haben sie es jetzt warm und hell? In Gedanken versunken schlafe ich ein…

Ein paar Stunden später kommt der Mann und schaut in den Zwinger. „Hey, holt mal die Schubkarre, hier ist eine tot.”

(Text von Jürgen ‚Boxer‘ )

Hat diese traurige Geschichte Sie berührt?

Dies ist nur eine fiktive Geschichte, aber die Realität ist mindestens genauso grausam und traurig wie diese Geschichte der Zuchthündin in einer Vermehrerhölle. Überall in den Ostblockländern spielen sich diese Tragödien ab. Im Verborgenen, in Kellerlöchern und Hinterhöfen kämpfen Zuchthündinnen um ihr Leben und um das ihrer Welpen.

Daher bitten wir Sie, unterschreiben auch Sie unsere Petition gegen den Handel mit Hunden von Privatpersonen! Helfen auch Sie, dem Hundehandel und der Vermehrerzucht einen Riegel vorzuschieben.
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HANDELSPORTALE IM INTERNET, MEHR FLUCH ALS SEGEN!?
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Auch der folgende Text gehört zu einer Reihe von informativen Texten, die unsere Petititon zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen begleiten.
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Egal ob man ein gebrauchtes Auto, einen antiken Teppich oder einen gut erhaltenen Rasenmäher sucht, das Internet hält alles für uns bereit und zwar in Hülle und Fülle. Es bietet uns all das, was wir zum täglichen Leben und Überleben brauchen, oder auch eben nicht.
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Längst hat sich auch der Handel mit der Ware Tier im Internet etabliert. Nett formulierte Verkaufsanzeigen und hübsche Fotos von niedlichen Hündchen oder Kätzchen – da ist garantiert für jeden potentiellen Käufer etwas dabei. Egal was man sucht, vom Exoten bis zum heimischen Rind, alles ist in den Internetportalen vertreten, Hunde jeder Rasse und Größe in ganz besonderem Ausmaß. Man muss nur eine Auswahl treffen und man muss dazu noch nicht einmal das Haus verlassen, ein Laptop auf den Knien genügt. Welch wunderbares Füllhorn der Möglichkeiten!
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Als Tierschützer betrachten wir die Entwicklung der Kleinanzeigenportale mit ganz anderen Augen. Wir sehen das Leid jedes einzelnen Hundes, der dort angeboten wird. Der Hund als Handelsware – und die Nachfrage steigt täglich.
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Wo Sie vielleicht die Vielfalt der angebotenen Hunde bewundern, da sehen wir:
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-Jede Menge Vermehrerwelpen und Junghunde aus dem Ausland.
Vermehrerwelpen von sogenannten Hobbyzüchtern aus Deutschland
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-Junge, unkastrierte Hündinnen, die schnell als Gebärmaschine beim nächsten Vermehrer landen werden, da ihr Verkäufer sich nicht darum schert, wer seine Hündin im Internet erwirbt.
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-Alte und ausgediente Hunde, die auf diese Weise noch für ein paar Euro entsorgt werden, weil sie einem Welpen weichen sollen oder hohe Tierarztkosten anstehen. Anstatt sie an den Tierschutz abzugeben, wird auch mit Ihnen noch ein Geschäft gemacht.
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-Hunde, die auf Grund von Schicksalsschlägen nicht mehr in ihrer Famile bleiben können, die aber lieber für bare Münze an Unbekannte weitergereicht werden, als sie gegen Schutzvertrag über einen Tierschutzverein zu vermitteln.
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-Hunde, die einfach überflüssig oder lästig geworden sind, weil sie rassetypische Ansprüche stellen oder Verhaltensstörungen zeigen, die aber trotzdem noch an einen Ahnungslosen weiterverkauft werden sollen.
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-Unmengen von Rasse- Mischlingswelpen, die in Deutschland ganz gezielt von Hobbyvermehrern erzeugt werden. Dabei werden völlig verantwortungslos abenteuerliche Rassekobinationen gewählt, ohne sich vorab Gedanken über den Charakter, die Ansprüche und die Gesundheit der daraus entstehenden Welpen zu machen.
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Dann gibt es da auch noch die Anzeigen der anderen Art. Anzeigen, die Sie vielleicht überlesen und gar nicht beachten, weil Sie kein potentieller Hundezüchter/Vermehrer sind:
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Rassehunderüden, die ohne Zuchterlaubnis eines Verbandes und ohne gesundheitliche Voruntersuchungen, von Privatleuten für schnelles Geld zum Decken angeboten werden. Sie decken gegen bare Münze jede Hündin und ihr Besitzer schert sich einen Dreck darum, ob die gedeckten Hündinnen dem Rassestandard entsprechen, gesund und charakterlich einwandfrei sind, oder eben nicht. Wie im Spielkasino werden hier auf gut Glück Gene gemischt und Welpen erzeugt, die schlimmmsten Falls krank oder verhaltensgestört sind.
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Rassehündinnen von Privat, die zur Aufbesserung der Haushaltskasse Welpen produzieren sollen und für die auf diesem Wege ein möglichst günstiger Deckrüde zur Welpenproduktion gesucht wird. Auch die genetische Disposition dieser Hündinnen ist natürlich nicht bekannt. Die Hündinnen entsprechen dem subjektivem Schönheitsempfinden der Besitzer, das muss genügen. Hauptsache die Welpen lassen sich gut und schnell verkaufen, was danach aus den Welpen wird, interessiert diese privaten Vermehrer nicht.
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Die Ware „Hund“ ist im Internet angekommen und die Nachfrage steigt täglich!
Die Kleinanzeigen-Verkaufsportale im Internet haben das gute alte Zeitungsinserat schon längst abgelöst und nicht nur das, sie haben es sogar revolutioniert und den Verkauf der Ware Hund so einfach gemacht, wie nie zuvor:
Der Verkauf läuft anonym ab, keine Identitäten müssen hinterlegt werden, Pseudonyme ersetzen die wirklichen Namen der Verkäufer. Der Käufer trifft im Internet auf ein gesichts- und namenloses Gegenüber.
Der Verkauf wird über Handynummern abgewickelt, die schon morgen nicht mehr gültig sein können.

Wenn ein Hundehändler untertauchen möchte oder muss, weil man ihm auf die Schliche zu kommen droht, dann verschwindet er im Nirwana des Worldwide Web und taucht an anderer Stelle mit neuem Pseudonym und neuer Handynummer wie ein Phönix aus der Asche wieder auf, um seine dreckigen Geschäfte mit der Ware „Hund“ unbehelligt fortzusetzen.
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In Polen findet man nur noch selten Verkäufer von Hundewelpen auf den Märkten, denn das polnische Tierschutzgesetz verbietet den Verkauf von Hunden durch Privatleute. Aber diese Einschränkung stört die illegalen Vermehrer nicht wirklich, denn sie brauchen den reellen Markt um die Ecke in Polen schon längst nicht mehr, um ihre Tiere unter die Leute zu bringen. Der virtuelle Markt im Internet hier in Deutschland ist viel lukrativer und sie erreichen auf diese bequeme Art und Weise wesentlich mehr potentielle Käufer.
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Unser Fazit: Solange es um den Handel mit Gegenständen geht, die über virtuelle Internet-Plattformen ihren Besitzer wechseln ist das zwar auch mit Risiken behaftet, aber mit diesem Wissen im Hinterkopf und im gegenseitigen Einvernehmen, völlig in Ordnung. Der Handel mit der Ware Hund im Internet ist jedoch nicht tolerierbar und muss verboten werden.
Darum bitten wir Sie, unterschreiben auch Sie unsere Petition gegen den Handel mit Hunden von Privatpersonen! Helfen auch Sie, dem Hundehandel und der Vermehrerzucht einen Riegel vorzuschieben.

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WENN DER VERMEHRER SICH DESIGNER NENNT
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Auch der folgende Text gehört zu einer Reihe von informativen Texten, die unsere Petititon zum Verbot des Handels mit Hunden durch Privatpersonen begleiten.
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Man könnte manchmal fast meinen, dass vielen Hobbyzüchtern die momentan existierenden über 800 Hunderassen und deren Varietäten nicht genügen!

Wie wir darauf kommen? Ganz einfach: Allerorten stolpert man inzwischen über Verkaufsinserate für Welpen aus abenteuerlichen Rassekombinationen. Immer mehr „Züchter“ – oder jene die sich dafür halten- greifen zu zwei Rassen und verkreuzen diese, um hoppalahopp einen neuen Designerhund zu erschaffen, der dann – im besten Fall- die positiven Eigenschaften beider gekreuzter Rassen in sich vereinigen soll.

Nun begibt es sich aber leider so, dass die Mehrzahl der Erzeuger von Hybridhunden nicht eben die talentiertesten und versiertesten Genetiker sind und daher ihre Vermehrungsergebnisse doch qualitativ recht uneinheitlich ausfallen. Das hält sie aber nicht davon ab, die Produkte ihrer Designleidenschaft zu völlig überhöhten Preisen unter die Hundekäufer zu bringen. Sie haben schnell erkannt, dass neue Designerhunde, wenn man es gut anstellt, sehr schnell so einiges an Geld in die Kasse spülen.

Das setzt natürlich voraus, dass die gewählte Kombination gerade groß in Mode ist. Man denke nur einmal an die ganzen Labradoodles, Goldendoodles, Aussiedoodles und wie sie alle heissen.

Das Märchen des hypoallergenen Labradoodles hat so einigen Hobbyzüchtern schnelles Geld eingebracht, dabei ist längst erwiesen, dass es keine hypoallergenen Hunde gibt. Man kennt inzwischen 6 Allergene beim Hund und diese sind nachgewiesener Maßen bei allen Hunden vertreten! Dennoch hält sich hartnäckig das Märchen vom hypoallergenen Doodle, sehr zur Freude der Vermehrer. Der Absatz boomt.

Völlig selbstverständlich möchten einen die neuen selbsternannten Hundedesigner Glauben machen, dass ihre „Zuchtergebnisse“ ganz automatisch in jeder zukünftigen Generation die besten Eigenschaften beider Rassen in sich vereinigen. Tja, das stimmt nur leider nicht. Es kann ebenso gut sein, dass sich die negativen Eigenschaften beider Rassen im neuen Hybridhund die Hand reichen.

Leider werden zur Erzeugung von Hybridhunden von den Hobbyzüchtern außerdem nicht die besten Zuchttiere verwendet, denn mit denen wird meist von anerkannten Züchtern im Rassezuchtverband gezüchtet. Da „nicht perfekt“ x „nicht perfekt“ in den seltensten Fällen „perfekt“ ergibt, ist so mancher neue Designerhund von allerlei Zipperlein geplagt. Dass die ambitionierten Hundedesigner ihre neuen Kreationen dann auch noch mit Papieren verkaufen, ist eine Frechheit sondersgleichen. Diese Papiere sind genau das, was das Wort besagt: Papier! Keinesfalls sind es Dokumente eines Zuchtverbandes.

Die neueste Modekreuzung von Weimaraner und Vizla findet reissenden Absatz und ist sicherlich schick anzusehen, aber wer bitte braucht eine Kreuzung aus zwei ohnehin schon anspruchsvollen Rassen? Die Chance, dass diese Hybriden nicht eben einfache Hunde sind, ist leider groß. Auch Hütehunderassen werden scheinbar ohne Sinn und Verstand mit anderen Rassen verpaart. So soll der Aussidoodle ein agiler, intelligenter Hund ohne Haarausfall sein. Mal ganz davon abgesehen, dass hier mit Merle Gen Trägern gezüchtet wird, muss man doch einfach sagen: Wer einen Hund ohne Haarausfall sucht, der soll sich ein Steiftier zulegen.

Und bitte, wer auf der Welt braucht den Bordermatiner, eine Kreuzung aus Border Collie und Dalmatiner? Man bedenke einmal, welcher Mensch diese Kreuzung aus arbeitswütigen Spezialisten mit extrem bewegungsfreudigen Laufhunden artgerecht halten und auslasten soll? Auch die neueste Designerkreuzung eines „Hobbyzüchers“ von Dalmatiner und Pointer, die dann -wie auch immer- in der zweiten Generation plötzlich Langhaardalmatiner hervorbringen soll, ist mehr als zweifelhaft.

Jetzt werden viele sagen: Aber es spricht doch nichts dagegen, unsere vorhanden Rassen zu verbessern? Die Antwort lautet: Das stimmt! Es spricht nichts dagegen! Im Gegenteil, viele Rassen (Beispiel: die Qualzuchten, wie z.B. Mops und Pekinese) brauchen dringend eine Verbesserung.

Aber Hybridzucht hat nichts mit Rasseverbesserung zu tun! Das sind zwei völlig unterschiedliche Ansätze! Hybridhunde sind auch keine neue Rasse! Sie sind einfach Mischlinge zweier Rassen und aus diesen müssen sie immer wieder neu gezüchtet werden. Ein Hybridhund ist nur in der F1 Generation homogen, daher kann man bei den folgenden Würfen nicht vom einen Wurf auf die Qualität des nächsten Wurfs schließen. Von Rasseverbesserung ist man hier weit entfernt.

Oft ist sogar das Gegenteil der Fall, Hybridzucht führt in vielen Fällen zu einer Verschlechterung der Rasseeigenschaften. So führt der vielgelobte „Doodle Effekt“ dazu, dass der gute alte Labbi mit seiner dichten Unterwolle durch die Pudel Einkreuzung um seinen vollständigen Haarwechsel gebracht wird. Den bräuchte er aber ganz dringend, um seine Unterwolle loszuwerden, damit die Haut darunter nicht erstickt. Das führt wiederum dazu, dass der neu erschaffene und vielgerühmte Labradoodle oftmals unter äußerst schmerzhaften und hartnäckigen Hautekzemen leidet. Da der Fell-Fehler quasi im System des Doodles liegt, kann er nur symptomatisch und wenig erfolgversprechend therapiert werden. Den Tierarzt freut’s, den Halter weniger, den Hund schon gar nicht!

Unser Fazit:

Da Hybriden in den meisten Fällen von unerfahrenen Hobbyzüchtern ohne die nötigen Kenntnisse der Materie, rein aus kurzfristigen optischen oder finanziellen Überlegungen produziert werden, da sie mit unhaltbaren und unrichtigen Zusicherungen was Gesundheit und Wesen angeht, zu völlig überzogenen Preisen angeboten werden und da der Grund der Käufer dieser Designerhunde für deren Erwerb meist darin liegt, sich mit einem Hund zu profilieren den sonst niemand hat, um so eine besondere Indivitualität zu betonen, ist die Hybridzucht einfach nur eine weitere Spielart der unkontrollierten und unverantwortlichen Hundevermehrung und gehört verboten.

Darum bitten wir Sie, unterschreiben auch Sie unsere Petition gegen den Handel mit Hunden von Privatpersonen! Helfen auch Sie, dem Hundehandel und der Vermehrerzucht einen Riegel vorzuschieben.
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An dieser Stelle werden Sie nach Veröffentlichung unserer Petition beim Deutschen Bundestag den direkten Link zur Petition finden!

Links zum Thema:

http://dalmatinerschutz-polen.de/beschlagnahmung-in-polen-bei-illegalem-hundevermehrer/

http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/Gequ%C3%A4lte-Hundewelpen-Warum-Beh%C3%B6rden-es/hr-fernsehen/Video?bcastId=3437388&documentId=33781708

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