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Tymek

Von SOS-Dalmatiner-Polen, vermittelt im November 2012 in Deutschland, gestorben im Januar 2013. Unser Sorgenkind blind-tauber Tymek dürfte  nur ganz kurz sein Glück  in neuem Zuhause bei lieben Menschen geniessen.Wir alle haben für Dich alles getan und werden Dich nie vergessen!

14. Januar 2013.

Tymek Abschied FB

Wir alle haben mehr als 1,5 Jahre um Tymeks Glück gekämpft und alles gemacht, was in unsere Macht stand, um ihm ein glückliches Leben zu ermöglichen. Leider ist uns das auf Dauer nicht gelungen.

Ein Bericht vom Herrchen über Tymeks Gesundheitszustand: „als der polnische Transport Tymek brachte, war die Vorfreude riesig, doch schon beim ersten Kontakt war klar, das gibt ein riesen Stück Arbeit, Zähne fletschend und um sich beißend übernahmen wir den kleinen. Der schräge gehaltene Kopf zeigte uns gleich – der Kerl hat Ohrenschmerzen. Im Garten schrie er entsetzlich und rieb sich sein Ohr. In der Tierklinik wurde festgestellt, dass sein Ohr total zugewuchert ist (leider schon sehr sehr lange Zeit – der arme Kerl). Nach Aussage des Arztes litt er schon lange Zeit an diesen schrecklichen Schmerzen.“

Beim Tymek wurde in Narkose ein CT der Ohren und vom Kopf gemacht. Es hat sich herausgestellt, dass er sehr starke Verwachsungen hat, die bis tief in den Kopf gewuchert und so weit fortgeschritten sind, dass auch ein operativer Eingriff nicht viel Besserung gebracht hätte. Es wäre auch sehr riskant gewesen, ihn am Kopf und an den Ohren zu operieren, weil man die Schäden nach so einem invasiven Eingriff nicht einschätzen kann und womöglich dem Tymek damit mehr geschadet als geholfen hätte. Die Ärzte haben schon damals überlegt, den Tymek nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen, zumal auch seine Nierenwerte alles andere als gut waren. Wir wollten aber noch ein letztes Mal versuchen, ihn wenigstens konservativ weiter zu behandeln. Tymek hat Medikamente für die Ohren und Nieren bekommen und wir sollten abwarten, beobachten und hoffen, dass die Behandlung anschlagen würde. Leider waren die Beschwerden nicht in den Griff zu bekommen. Tymek musste Tag für Tag schreckliche Schmerzen ertragen, was auch dazu geführt hat, dass seine Psyche darunter sehr gelitten, ihn total verunsichert und aus der Bahn geworfen hat. Taub, blind und jeden Tag schreckliche Kopf- und Ohrenschmerzen waren für Tymek eine starke psychische und körperliche Belastung, die einfach kein lebenswertes Leben möglich machen. Das alles hat dazu beigetragen, dass wir der Ärztin und der vorgeschlagene Euthanasie zugestimmt haben.

Tymeks Herrchen hat so über seine Psyche geschrieben: „Obwohl wir Hundeerfahrung haben und selbst Hunde haben, holten wir uns professionelle Hilfe bei einem Hundetrainer (der sich mit aggressiven Hunden auskennt) und der Frau Schäfer – eine Tierpsychologin. Frau Schäfer machte mehrere Verhaltenstests und ihr Urteil war für uns mehr als unschön. Ihr Wortlaut: Tymek ist eine tickende Zeitbombe, er hat eine extreme Frustaggression d.h. alles was ihm nicht gefällt, wird mit einem Angriff erwidert, dazu kommt, dass er keine natürliche Beißhemmung besitzt – leider auch bei seinen Besitzern – ihre Empfehlung: immer einen Maulkorb anlegen bei jedem Kontakt. Trotz dieser Aussage arbeitete ich einen Monat sehr intensiv mit der kleine Speckmaus ohne Maulkorb, denn mit Maulkorb war er so gereizt, dass kein Arbeiten möglich war. Der Hundetrainer unterstützte mich sehr, aber auch er machte mir keine Hoffnung, da man mit dem tauben und fast blinden Kerlchen nicht arbeiten kann, die Kommunikation ist nicht möglich. Nachdem er meine Hunde, die Psychologin, den Trainer und mich viele Male angriff und auch jeden gebissen hatte (zum Teil heftig) war klar, ein Leben mit Tymek ist nur möglich in Einzelhaft mit ständigem Tragen des Maulkorbs. So ein Leben und das noch mit unerträglichen Ohren und Kopfschmerzen, die nicht mehr in den Griff zu bekommen waren, wäre für ihn auf Dauer eine Tierquälerei. So haben wir uns gemeinsam für die schlimme und herzzerreißenden Aufgabe, den kleinen Kerl von seinem Leiden zu erlösen, entschieden.

Herrchen letzter Satz: „Ich konnte ihm nur noch einen Dienst erweisen, und das ist ein schöner Platz in unserem Garten. Ich wollte diesem gestraften kleinen Kerl helfen und schaffte es nicht.“

Ach Tymek, hätten wir dich doch nur eher gefunden, vielleicht hätten wir dich retten können. Du hättest es so verdient gehabt.

4. Dezember 2012

Tymek schickt erste Fotos von seinem neuen Zuhause! Er liebt sein kleines Häuschen mit Fußbodenheizung und Schaffell heiß und innig – besonders, wenn sein neues Herrchen sich zu ihm gesellt und ihm die immer noch juckenden und schmerzenden Ohren krault. Es scheinen sich wohl über einen längeren Zeitraum Verwachsungen in einem seiner Ohren gebildet zu haben, die ihm höllische Schmerzen und wahnsinnigen Juckreiz bereitet haben müssen. Wir sind sehr schockiert über diese Diagnose, zumal sein Trainer in Polen von seinem Zustand nichts bemerkt zu haben schien. Glücklicherweise scheut sein Herrchen weder Kosten noch Mühen, er bekommt optimale medizinische Versorgung (auch seine Nierenwerte sind jenseits des grünen Bereiches) und liebevolle, aber konsequente Führung, die er so nötig braucht, um sich zurechtzufinden. Wir berichten selbstverständlich weiter!

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28. November 2012

Am 23.11.2012 war es endlich so weit, Tymek hat seine drei Sachen gepackt und durfte endlich nach Hause nach Deutschland fahren! Nach 1,5 Jahren  Warten und Hoffen endlich ein Licht am Ende des Tunnels, endlich eine  Chance auf ein glückliches Leben! Er hat die Fahrt gut überstanden und muss sich nun erst mal in seinem neuen Zuhause zurechtfinden – wir lassen ihn erst mal in Ruhe ankommen und werden dann berichten!

 

10. November 2012

Wir wagen es kaum zu veröffentlichen, aber es ist wahr: Tymek, unser Dauer-Sorgenkind, ist von einem wunderbaren Menschen gefunden worden, der sich der Aufgabe durchaus bewußt ist, einen taub-blinden Hund zu adoptieren, ihm aber trotzdem eine Chance geben möchte. Die Chance seines Lebens – hier bei uns in Deutschland. Bitte drückt mit uns die Daumen, dass alles gut geht – auf seinem Transport und bei seiner Ankunft. Tymek, wir wünschen dir so sehr, dass du glücklich wirst!

23. August 2012

Nachdem wir uns alle etwas von dem Schock der schrecklichen Diagnose erholt haben, durften wir uns gestern über neue Fotos von unserem Tymek freuen. Kaum zu glauben aber wahr – fast blind und taub ist noch lange kein Grund, nicht mehr Ball zu spielen! Entgegen aller Befürchtungen strahlt unser Sorgenkind mit der Sonne um die Wette. Trotzdem scheint er momentan in einer etwas schwierigen Phase zu sein. Laut seinem Trainer Marek hat sich Tymeks Sehfähigkeit weiter verschlechtert, er muss sich nun mit dem Leben in der Dunkelheit arrangieren. Sobald er diese Hürde genommen hat, würden wir uns für ihn nichts mehr als ein ruhiges Zuhause mit hundeerfahrenen, geduldigen Menschen ohne Kinder oder älter als 12 Jahre und großem Garten freuen. Tymek ist trotz allem ein absolut liebenswertes Wesen, das keine großen Spaziergänge einfordert und sich über ein sonniges Plätzchen im Garten oder ein kuscheliges Körbchen vorm Kamin sehr freuen würde. Bedingt durch seine nach wie vor ängstliche bzw. unsichere Art Menschen gegenüber sollte seine zukünftige Familie ihm sehr viel Zeit geben können, um sich an ein Leben „zuhause“ gewöhnen zu können.

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12. Juli 2012

Tymek hatte gestern seinen wichtigen und Alles entscheidenden Termin für die Elektroretinographie. Nach dieser Untersuchung sollte sich entscheiden, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und welche OP-Methode in Frage kommen wird. Leider  haben wir nach der Untersuchung ein erschütterndes Ergebnis bekommen: Tymek ist auf dem rechten Auge ganz blind, keine Reaktion auf Reize, auf dem anderen sieht er manchmal ganz schwach nur Schatten. Er wird in  Kürze ganz erblinden und das Schlimmste ist, dass wir ihm nicht mehr  helfen können. Die Erkrankung ist zu weit fortgeschritten und die Schäden irreparabel. Eine Operation wird nichts mehr bringen und neue  Linsen werden ihm sein Augenlicht auch nicht mehr zurückgeben können. Wir sind alle fassungslos, traurig und wissen im Moment nicht weiter. Auch die weitere Arbeit mit Tymek wird eigentlich unmöglich sein. Bis jetzt konnte wenigstens mit Handzeichen gearbeitet werden, aber auch das ist oder wird bald nicht mehr möglich sein. Tymek bleibt nur sein Geruchssinn, um mit der Außenwelt Kontakt zu halten. Was für eine Zukunft hat unserer Tymek? Taub, blind, ängstlich und er weiß nicht, was mit ihm geschieht. Ob es jemals jemanden geben wird, der ihn so  liebt, wie er ist und bereit ist, ihm mit allen seinen Handicaps ein  Zuhause zu geben? Oder wird er taub und blind sein Leben lang alleine  im Zwinger in einer Hundepension verbringen müssen? Ob es besser wäre ihn dort, wo er ist und sich auskennt, zu lassen,  aber ohne eigene Familie? Fragen über Fragen. Was sollen wir machen? Laut dem Tierarzt, der ihn untersucht hat, hat Tymek zumindest keine  Schmerzen. Wahrscheinlich ist er auf dem rechten Auge sogar schon länger blind und kommt damit gut zurecht. Allerdings sollte man keine  hektischen Bewegungen in seiner Gegenwart machen, da er die wenigen  Schemen, die er überhaupt noch mit dem linken Auge wahrnimmt, nicht  direkt als gefährlich oder ungefährlich einordnen kann und somit erstmal mit defensiver Aggression reagiert. Der Tierarzt sagt weiter,  dass Tymek gut und lange mit seiner Blindheit leben kann, wenn seine  Umgebung sich nicht ständig verändert. Er kann auch in einem Haus leben, wenn die Möbel immer am gleichen Platz stehen und die Räume nicht allzu vollgestellt sind oder auf einem Hof, wo keine Gefahren lauern. Aber  wie groß sind die Chancen, jemanden zu finden, der ihm dies bieten kann?

Da Tymek nun (leider) doch keine OP mehr benötigt, möchten wir uns  natürlich trotzdem hier und jetzt noch mal bei Allen bedanken, die für  Tymek gespendet haben. Bisher sind an Spenden rein für die Behandlung/OP insgesamt  340 Euro zusammen gekommen, die wir zum Teil schon für den Transport in  die Klinik und die Untersuchung verwendet haben; mit dem Rest würden  wir gerne die Pensionskosten für Monat Juli bezahlen wollen.  Wenn  Sie das von Ihnen gespendete Geld gerne zurückerstattet haben möchten  oder für einen anderen Zweck verwenden möchten, weil die OP jetzt doch  nicht stattfinden wird, dann haben wir hierfür vollstes Verständnis –  bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir werden Ihnen  selbstverständlich das Geld zurückerstatten.

Mit traurigen Grüßen

Das Team der SOS-DALMATINER-POLEN

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02. Juli 2012

Unser Verdacht dass Tymek nicht besonders gut sieht hat sich bestätigt: Tymek hat grauen Star, was heißt, dass er in kurze Zeit erblinden wird. Wir können nicht zulassen dass ein junger Rüde, der sonst ganz gesund ist, noch ein zweites Sinnesorgan verliert. Tymek hat in seinem kurzen Leben nicht besonders viel Glück gehabt, was sich jetzt in seiner Unsicherheit und seinem Misstrauen gegenüber Menschen wiederspiegelt. Er hat sein Gehör plötzlich verloren und jetzt verliert er langsam seine Sehkraft. Die einzige Chance ist ihn so schnelle wie möglich zu operieren. Es wird nötig werden, beide Linsen auszutauschen. Wie weit die Erkrankung schon fortgeschritten ist und was für eine Operationsmethode gewählt werden sollte, kann man erst nach einer Elektroretinographie erfahren. Laut dem Tierarzt, der Tymek in einer Klinik in Breslau operieren wird, hat er sehr gute Chancen wieder fast normal zu sehen. Wir dürfen nicht lange warten, da der Augeninnendruck am rechten Auge schon sehr stark erhöht ist und für Tymek immer schmerzhafter wird. Dazu kommt, dass die Chance auf eine erfolgreiche OP steigt, je eher man operiert und nicht zulässt, dass die Linsen ganz trüb werden.

Wir brauchen finanzielle Unterstützung, wir können die Kosten alleine nicht tragen, wir würden es nicht schaffen. Es ist nicht nur die OP, die uns viel Geld kosten wird, dazu kommt noch die gesamte Diagnostik, die Vorbereitung zur OP und die teuren Transporte in die Klinik. Außerdem müssen wir weiter bis September monatlich die teure Pension bezahlen, danach darf er nach gelungener OP auf eine Pflegestelle nach Deutschland fahren (blind und taub gleichzeitig ist dort nicht umsetzbar wegen der örtlichen Begebenheiten). Wenn wir das alles zusammen rechnen, kommen wir locker auf ca. 2.000 Euro. Bitte helfen Sie uns, die Kosten zu tragen und so unserem Tymek seine Sehkraft zurück zu geben!

Der kleine Punktemann wurde schon genug durch das Leben bestraft, es ist schlimm genug, dass er taub geworden ist, weil unsere Hilfe zu spät kam – wir können jetzt nicht zulassen, dass er noch seine Sehkraft verliert, nur weil wir uns das finanziell nicht leisten können. Er hat uns schließlich schon bewiesen, dass er es schafft, ein lieber und verträglicher Rüde zu werden – beweisen wir ihm, dass er uns am Herzen liegt.

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18. Juni 2012

Ninas Besuch bei Tymek in Polen

Da unser Tymek nun laut seinem Trainer Marek als vermittelbar eingestuft wird, habe ich mich auf die Reise nach Polen gemacht, um zu sehe.n, wie es unserem Schützling so geht: Tymek ist ein sehr unsicherer, junger Hund, der noch nicht viel kennengelernt hat in seinem bisherigen Leben. Er fühlt sich in seinem Zwinger mit Hütte geborgen und sicher, auf andere Hunde reagiert er im Freilauf vorsichtig, eher unterwürfig aber sicherlich nicht aggressiv. In jedem Fall hat er großes Interesse an anderen Hunden – egal ob Hündin oder Rüde und möchte auch gerne mit ihnen spielen. Mir scheint es so, dass er in dieser Hinsicht noch etwas Nachholbedarf hat, er weiß nicht genau, wie er sich verhalten soll, unternimmt aber auch Spielaufforderungen. Seine Unsicherheit kann hier auch in seiner Taubheit begründet liegen, die er wohl nicht von Geburt an hat und somit erst mit ihr umzugehen lernt. Seine Bewegungsfreude und sein Lebensgeist sind aber in keinster Weise eingeschränkt, ich glaube, er braucht nur jemanden (am besten wohl Mensch und Hund), der ihn ein bisschen an die Hand nimmt und die fehlende Sozialisierung (vor allem in der menschlichen Umwelt) ganz langsam nachholt. Mit Menschen hat Tymek es noch recht schwer, er ist sehr scheu, hält große Distanz und erschreckt bei jeder plötzlichen Bewegung – wobei er dann aus seiner Unsicherheit heraus auch schon mal die Zähne zeigt. Gibt man ihm die Zeit, die er braucht, so kommt er doch aus Neugierde irgendwann und nimmt gerne ein Leckerchen  und beschnüffelt vorsichtig das unheimliche Wesen. Höhepunkt war für mich definitiv, als er sich entspannt neben mich gesetzt hat und sich irgendwann sogar auf den Rücken gedreht hat und ich ihm den Bauch kraulen durfte. Tymek hat definitiv seine Chance verdient, allerdings würde ich mir für ihn zunächst die Übernahme auf eine deutsche Pflegestelle wünschen, die ihm langsam das Leben im Haus mit menschlicher Nähe beibringt und das absolut in seinem Tempo.

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03. Mai 2012

Tymek sucht weiter ein neues Zuhause, er hat sich weiterhin super entwickelt. Die positive Erlebnisse haben sich mit der Zeit eingeprägt und er hat gelernt, dass er nicht ums Futter kämpfen muss, dass Männer auch lieb sein können und er keine Angst haben muss. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ein wenig Misstrauen gegenüber unbekannten Männern bleiben wird, in der Pension wurde er immer wieder auf Probe gestellt, um zu gucken, wie er reagiert, wenn auf einmal ein fremder Mann auf ihn zukommt – bis jetzt hat er alles positiv bestanden! Auch das Spielen mit anderen Hunden macht ihm Spaß. Er hat gelernt, dass nicht immer jeder Hund böse ist und er braucht um nichts mehr kämpfen. Tymeks Zeit beim Hundertrainer läuft langsam ab und er wird die Pension in Kürze verlassen müssen.

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29. Januar  2012

Tymek sucht ein Zuhause, aber es müssen sehr erfahrene und verantwortungsvolle Menschen sein und ihn so akzeptieren, wie er ist. Er ist kein Schmusehund, er braucht die Liebe und die Nähe der Menschen, aber vor allem ein kuscheliges Bettchen und einen vollen Fressnapf, ansonsten liebt er seine Freiheit. Am liebsten mag er es, wenn er so richtig ohne Leine toben kann und beim Laufen den Wind der Freiheit in den Ohren spürt. Das klassische auf der Couch Liegen und mit Frauchen / Herrchen schmusen ist nichts für ihn – zumindest noch nicht. Er kommt schon mal von alleine, um seine Streicheleinheiten abzuholen, aber man sollte es damit nicht übertreiben und ihn zu nichts zwingen. Es wäre optimal, wenn er zu einer Familie gehen könnte, die einen schönen großen Garten haben, in dem er nach Herzenslust rumstromern kann, bis er auf Abruf frei laufen kann. Für Tymek wäre es wohl am besten, wenn er ohne Kinder, Katzen und andere Hunde leben dürfte. Er ist noch recht unsicher und sollte erst mal in Ruhe irgendwo ankommen dürfen.

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05. Dezember 2011

Tymeks Resozialisierung verläuft in kleinen Schritten, aber sie ist effektiv. Tymek liebt es frei zu laufen, spielen und  zu toben, für den Moment noch alleine (ohne andere Hunde). Mit Tymek muss man konsequent, aber gleich- zeitig sehr sanft und geduldig arbeiten. Man sollte ihn zu nichts zwingen. Tymek fühlt sich sicher, wenn er einen geregelten Tagesablauf hat – er braucht noch die festen Rituale zu bestimmten Stunden, so fühlt er sich nicht so verloren und sicherer. Die Tage mit Spaß, Spiel, Kontakt zu Menschen und Futter wiederholen sich positiv und immer gleichbleibend. Tag für Tag spielt er und es ist schön, er hat Kontakt zu Männern und es ist schön, er wird gestreichelt und es ist schön, er bekommt Futter und kann essen wie er will und es passiert nichts Schlimmes. Die positiven Sachen müssen sich fest einprägen und das Negative, was er früher erlebt hat, muss verarbeitet werden. Das ist sehr wichtig, damit er auf Dauer merkt dass ein Tag und Kontakt zu Männern immer gleich positiv und schön ist. Tymek, hat insgesamt große Fortschritte gemacht und der Trainer ist sehr zufrieden mit ihm.

 Die Kosten für November und Dezember wurden von Spendern übernommen – so haben wir ein wenig mehr Zeit für die Suche nach einem schönen Zuhause für unseren Tymek.

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30. September 2011

Tymek bekommt weiter in Ohrentropfen . Er macht Fortschritte, und macht keine Probleme, auch mit Männern klappt es immer besser. In der Pension wurde geduldig mit Tymek gearbeitet, damit er wieder Menschen vertrauen kann, besonders Männern.

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11. September 2011

Am 2. August 2011 haben wir einen Anruf aus einem Tierheim in Polen bekommen, dass es dort seit 3 Wochen einen Dalmatiner gibt und dass er evtl. eingeschläfert werden soll, weil er angeblich aggressiv ist und einen Tierheimmitarbeiter gebissen hat. Tymek war sehr verängstigt. Er lässt nur eine Mitarbeiterin zu sich und sie darf bei ihm alles machen, Ohrenbehandlung inklusive. Leider zeigt er bei anderen Mitarbeitern immer die Zähne, was darauf hindeutet, dass er total verunsichert ist. Kein Wunder: neue Situation, ständig bellen Hunderte von Hunden, es ist laut und hektisch und dazu die unerträgliche Ohrenschmerzen, aber auf seinen Spaziergängen schaltete er ab und spielte gerne mit der Mitarbeiterin, die leider nicht immer die Zeit hat sich mit ihm zu beschäftigen.Eigentlich müsste er in die Quarantäne, aber diese Möglichkeit gab es in dem TH nicht. Wir haben beschlossen, ihm zu helfen und so schnell nicht aufzugeben. Es gibt selten wirklich aggressive Hunde – meistens treibt sie eine Situation dazu,  sich zu wehren. Oft sind auch Schmerzen die Ursache, aber auch nicht selten sind es einfach Menschen, die die Hunde aggressiv machen.

Wir wollten dem Tymek unbedingt eine Chance geben. So haben wir angefangen, nach eine Möglichkeit zu suchen und tatsächlich eine gefunden, was natürlich auch mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Wir haben eine Pension gefunden, die auch die Möglichkeit bietet, Hunde auf Quarantäne zu stecken und sie medizinisch zu beobachten und zu betreuen. Wir haben angefangen, Geld zu sammeln und durch Spenden war es uns möglich, zwei Monaten Aufenthalt in dieser Pension zu bezahlen – also konnte Tymek am 25.08.2011 umziehen!

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Tymek ist ein junger Dalmatiner-Rüde, der Tierarzt wollte sich erst mal auf gar kein Alter festlegen, und wir wollen nur anhand der Bilder sein Alter auch nicht beurteilen – aber er sieht aus wie ein junger rüde und benimmt sich auch so. Er  kam in die Pension mit einer sehr stark eiternden Ohrenentzündung, die Schmerzen waren sehr groß, so unerträglich für den armen Tymek, dass er sich gar nicht anfassen lassen wollte und sehr große Angst vor jeder Berührung hatte. Man hat ihm richtig die Schmerzen angesehen, wie er leidet und wie schlimm die Schmerzen für ihn sind.

Die Ohrenentzündung klingt mittlerweile ab,  aber es besteht der Verdacht, dass Tymek taub ist – das wäre eigentlich das Todesurteil für ihn, weil solche Hunde in Polen kaum eine Chance auf ein neues Zuhause haben. Und wenn wir bis Ende Oktober nichts für ihn finden (keine Pflegestelle und kein Zuhause) wird er wieder ins Tierheim zurückgehen müssen und dort findet sich immer ein Grund, ihn einzuschläfern, weil seine Vermittlungschancen gleich Null sind und es gibt einfach viel zu viele Hunde. Er wurde übrigens am 07.09.2011 kastriert. Leider hat sich herausgestellt, dass er mit Angst auf Männer reagiert, es wird daran gearbeitet und Tymek macht Fortschritte und fängt langsam an Vertrauen zu fassen. Er ist ängstlich und sehr erschöpft.

 

 

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